VERANSTALTUNGS- UND PRESSEARCHIV 2007

Dieses Archiv enthält alle unsere Veranstaltungen des Jahres 2007. Sie erhalten so einen Überblick über das, was wir für Sie tun!

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Januar 2007   Februar 2007   März 2007   April 2007   Mai 2007   Juni 2007   September 2007   Oktober 2007   November 2007   Dezember 2007  



Januar 2007

FAMILIENKONZERT


Mittwoch, 17. Januar 2007 - 15.30 Uhr
Dornröschen

Märchenoper nach Engelbert Humperdinck
aus der Märchensammlung der Brüder Jacob und Wilhelm Grimm
Junge Kammeroper Köln

Dornöschen

König Ringold des Rosenlandes und seine Gemahlin sind überglücklich ob der Geburt ihrer Tochter und laden zur Taufe. Gute Feen sollen der Prinzessin Namensgeber und Patinnen sein.

Doch eine wurde nicht eingeladen - die böse Fee Dämonia. Sie erscheint trotzdem - ..."denn Unheil kommt auch ungebeten." -und verflucht die kleine Prinzessin. So geschieht es, dass sich Röschen, so heißt unsere Prinzessin, aller Verbote und Warnungen zum Trotz an ihrem 15. Geburtstag an einer Spindel sticht. Sie fällt in einen tiefen Schlaf und mit ihr das ganze Königreich. 100 Jahre soll der Schlaf währen, bis sie durch den Kuss eines Prinzen erlöst wird. Doch damit gibt sich die böse Fee Dämonia noch nicht zufrieden! Sie will verhindern, dass jemals jemand wieder das schöne Röschen zu Gesicht bekommt. Auch nicht der tapfere Prinz Reinhold, der sich aufgemacht hat, die schlafende Schöne zu erlösen. Auf seinem Weg muss der Prinz so manches Abenteuer bestehen und den Fallen und Ränken der Dämonia trotzen.


Für Kinder ab 5 Jahren


Dornröschen - Kinderoper

Dornröschen - Kinderoper

Dornröschen - Kinderoper

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THEATERABEND

Sonntag, 21. Januar 2007 - 20.00 Uhr
"Revanche (Sleuth)"

Kriminalstück von Anthony Shaffer
Euro-Studio Landgraf

Inszenierung: Werner Tritzschler
Das Ensemble:
Jochen Senf, Martin Lindow u.a.

Sleuth, der englische Originaltitel, bedeutet "Spürhund", "Spürnase", "Spurensucher" im übertragenen Sinne "Detektiv". "Revanche", der deutsche Titel, kommt aus dem Französischen und heißt soviel wie "Vergeltung" sogar "Rache", aber auch "Rückspiel". Um ein Rückspiel geht es hier. Für die Zuschauer ist es das Detektivspiel der Spurensuche. Für die Personen im Stück das Spiel des Revanchierens, der lustvollen Vergeltung.


Was die Presse über diese Veranstaltung schreibt, können Sie hier nachlesen.

"Revanche (Sleuth)" - Szenenfoto
"Revanche (Sleuth)"
"Revanche (Sleuth)" - Szenenfoto
"Revanche (Sleuth)"
"Revanche (Sleuth)" - Szenenfoto
"Revanche (Sleuth)"

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Februar 2007

PODIUM JUNGER KÜNSTLER


Sonntag, 11. Februar 2007 - 17.00 Uhr
Agnieszka Koprowska-Born

Historisches Rathaus am Fischmarkt


Agnieszka Koprowska-Born

     Agnieszka Koprowska-Born

Agnieszka Koprowska-Born, zunächst in ihrer Heimatstadt Warschau am Klavier ausgebildet, entdeckte mit 13 Jahren das Schlagzeug und war sofort von den unerschöpflichen Möglichkeiten dieser Instrumente begeistert. 2001 schloss sie ihr Schlagzeugstudium an der "Fryderyk Chopin" Musikakademie in Warschau ab und drei Jahre später an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart. Parallel wurden ihre Leistungen durch verschiedene Preise und Stipendien ausgezeichnet. So gewann sie 1999 mit dem 2. Preis die beste Wertung beim Internationalen Schlagzeugwettbewerb in Brünn/Tschechien, zeichnete sich 2000 als Finalistin des polnischen Mikolaj Stasiniewicz Marimbawettbewerbs in Warschau aus, 2003 erreichte sie das Semifinale beim Internationalen Schlagzeugwettbewerb in Genf und errang 2006 den 3. Preis beim Internationalen Krzysztof Penderecki Wettbewerb für zeitgenössische Kammermusik. Ihre Arbeit wurde 2001 durch ein Stipendium des DAAD und 2004 durch ein Stipendium der Kulturstiftung der Kreissparkasse Limburg gefördert. 2005 wurde sie in die Yehudi Menuhin Stiftung Live Music Now aufgenommen.


Das Programm:

M. Schmitt (1958) - Ghanaia
E. Sammut (1968) - Rotation 4
J.S.Bach (1685-1750) - aus der Cello Suite No.3 C-Dur (BWV 1009)

Sarabande Gigue
P. Smadbeck (1955) - Rhythm Song

D. Friedman (1944) - Between Dusk and Dawn
R. O'Meara (1957) - Restless
N. Rosauro (1953) - Preludio No. 1
E. Novotney (1960) - A Minute of News
E. Sejourne (1961) - Nancy



MEISTERKONZERT

Samstag, 24. Februar 2007 - 20.00 Uhr
Ensemble Classique

"Europe meets America"

mit Werken u.a. von
Albinoni, Holborne, de Falla, Roch, Mozart, Bernstein, Ellington und Gershwin

Ensemble Classique Das Blechbläsersextett Ensemble Classique wurde 1986 in der Kulturmetropole Bad Wörishofen gegründet. Seit dem grandiosen Debüt beim Schleswig-Holstein Musik-Festival im Jahre 1989 war die steile Karriere der jungen Künstler nicht mehr aufzuhalten. Der einzigartige homogene Klang, die technische Brillanz sowie die superbe Musikalität ließen das Ensemble Classique rasch zu den international renommiertesten, bekanntesten und beliebtesten Blechbläserensembles unserer Zeit aufsteigen. Exklusivproduktionen mit SONY CLASSICAL und UNIVERSAL CLASSICS unterstreichen diese herausragende Stellung der Künstler. Bei ihren Auftritten im Rahmen namhafter Musikfestivals (u. a. Schleswig-Holstein Musik-Festival, Rheingau Musik Festival, Internationaler Salzburger Festspielsommer, Ludwigsburger Festspiele) oder zahlreicher Open-Air-, Schloss- und Kirchenkonzerte, Fernsehauftritten und musikalischen Umrahmungen überzeugen die Künstler mit brillanter Stilfestigkeit sowie ausgeprägter musikalischer Präsenz.

Gefördert von MNT Revision und Treuhand GmbH, Limburg


THEATERABEND

Montag, 26. Februar 2007 - 20.00 Uhr
"Schöne Überraschung"

Komödie von Francis C. Winter
Theatergastspiele Kempf

Inszenierung: Adelheid Müther
Das Ensemble:
Susanne Seidler, Francis C. Winter, Buenaventura Braunstein, Joanne Bell u.a.

Norma und George Kline erwarten ihre Tochter Susan, die ihnen ihren neuen Freund Peter, den Mann ihres Lebens, vorstellen will. Doch der Schock ist groß, als sie feststellen, dass Peter ein Schwarzer ist. Auch Gloria, Peters Mutter, ist über Peters Wahl alles andere als glücklich. Ein Stück über Toleranz, Erwachsenwerden und das Festhalten an Idealen, das in seinen komödiantischen und unterhaltsamen Momenten zu überzeugen weiß.

Wegen eines komplizierten Sprunggelenkbruchs von Judy Winter muss diese Rolle neu besetzt werden. Mit Susanne Seidler ist eine erstklassige Schauspielerin und hervorragende Sängerin gefunden worden, die diesen Part übernehmen wird. Mehr über Susanne Seidler in Kürze hier auf der Seite und im Newsletter.

"Schöne Überraschung" - Susanne Seidler
"Schöne Überraschung" - Susanne Seidler
"Schöne Überraschung" - Buenaventura Braunstein
"Schöne Überraschung" - Buenaventura Braunstein

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März 2007

OPERNFAHRT

Samstag, 10. März 2007 - 19.30 Uhr
"LA CENERENTOLA"

Opera buffa in zwei Akten von Gioacchino Rossini
Libretto von Jacopo Ferretti


Wiesbaden
45,00 Euro (inkl. Busfahrt)

Regie / Bühne Thaddeus Strassberger
Musikalische Leitung Wolfgang Ott Kostüme Mattie Ullrich

Die Geburt der musikalischen Komödie aus dem Geist des Märchens: Rossinis 'La Cenerentola' als Komödie der Verkleidung, Verstellung und Verwunderung bei der Verwirklichung eines Traumes. Im Hause Don Magnificos leben seine verschwenderischen Töchter Clorinda und Tisbe sowie seine Stieftochter Angelina, die wie eine Magd gehalten und von ihren Stiefschwestern nicht gerade freundlich behandelt wird. Die Unglückselige, die bei allen nur 'Aschenbrödel' heißt, sehnt sich in ihren Wunschträumen nach einem Prinzen, der sie aus ihrem Elend befreien möge. Und schon ist Prinz Ramiro da, der seine künftige Gattin sucht und sich inkognito mit seinem Diener Dandini bei Magnifico vorstellt, um zu einem großen Ball zu laden. Auf dem prächtigen Fest erscheint zur großen Verwunderung aller eine unbekannte Schönheit. Es ist natürlich Angelina, die sich ebenso wie der Prinz verkleidet hat. Wenn nach dem Theaterspiel die Masken fallen, findet Angelina auch in Wirklichkeit ihren Prinzen. Aus dem Märchen von Charles Perrault, das auch den Brüdern Grimm als Vorlage für 'Aschenbrödel' diente, hat Rossini eine der lebendigsten und humorvollsten italienischen Buffa-Opern gemacht. Bei aller farcenhaften Komik kommen auch die märchenhaften und sentimentalen Aspekte des Stoffs nicht zu kurz. Im musikalischen Mittelpunkt der Oper steht zweifellos der virtuose Koloraturgesang, der vor allem die Titelfigur zu einer Exponentin des italienischen Belcanto macht. Rossini erweist sich in 'La Cenerentola' als Meister des skurrilen musikalischen Humors, der bewusst gesetzten kompositorischen Pointe, aber auch des lyrischen Melos. Mit ihren kunstvollen Fiorituren, die sich vor allem in den Ensembles zur Groteske steigern, überstrahlt Rossinis Komposition oftmals den Sinn der Worte und schafft Raum für reinen, unverfälschten musikdramatischen Ausdruck. Eine Opera buffa aus dem Geist des Märchens und des Belcanto.



MEISTERKONZERT


Sonntag, 11. März 2007 - 20.00 Uhr
Münchner Kammerorchester


Leitung: Christoph Poppen
Solist: Konrad Jarnot, Bariton

J.S. Bach: 6. Brandenburgisches Konzert (BWV 1051)
Ulrich Stranz: Contrasubjekte - Passacaglia über BACH für vierzehn Steicher (1980)
J.S. Bach: BWV 56, "Kreuzstab-Kantate"
A. Webern: Streichquartett 1905 in der Fassung für Streichorchester
J.S. Bach Kantate: "Ich habe genug" (BWV 82)

Münchner Kammerorchester "Klassisch anders" - so lautet das Erfolgsrezept des vielfach preisgekrönten MÜNCHNER KAMMERORCHESTERS. Dieses Ensemble hat sich seit 1995 unter der künstlerischen Leitung von Christoph Poppen mit unverwechselbarer Programmatik auch international einen Namen gemacht. Zahlreiche Auszeichnungen bestätigen diese Auffassung und unterstreichen das Selbstverständnis des Orchesters als Botschafter. Das Ensemble ist in rund 60 Konzerten pro Jahr auf Konzertpodien in aller Welt zu hören.

Das MÜNCHNER KAMMERORCHESTER ist regelmäßig bei deutschen und europäischen Festivals zu Gast, z.B. beim Rheingau Musik Festival, dem Schleswig-Holstein Musik Festival, dem Mozartfest Würzburg, dem Kammermusikpodium Braunschweig, dem Internationalen Beethovenfest Bonn, den Richard-Strauss-Tagen Garmisch-Partenkirchen und den Klangspuren Schwaz.

Gefördert von Vereinigte Volksbank, Limburg


THEATERABEND

Montag, 19. März 2007 - 20.00 Uhr
"Hedda Gabler"

Schauspiel von Henrik Ibsen
Kleines Theater Bad Godesberg

Inszenierung: Walter Ullrich
Das Ensemble:
Anouschka Renzi u.a.

Im Mittelpunkt tragischer Auseinandersetzungen steht Hedda Gabler - ein Luxusgeschöpf, das aus Langeweile und Selbstgenuss vernichtet, was sie berührt, stolz, unbarmherzig und gnadenlos heutig. Doch vielleicht ist Hedda auch nur auf der Suche nach einer Freiheit, wie ihr sie die männlich geprägte Gesellschaft nicht gewähren kann...

Anouschka Renzi
Anouschka Renzi

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KULTUR AM NACHMITTAG

Dienstag, 20. März 2007 - 15.00 Uhr
"Die Gerechten"
Schauspiel in 5 Akten
Von Albert Camus
Spielschar der Tilemannschule Limburg

Veranstalter:
Kulturvereinigung Limburg
Senioren Union Limburg

Veranstaltungsort: Josef-Kohlmaier-Halle, Limburg

Mit freundlicher Unterstützung von der Kreissparkasse Limburg

Eintritt ist frei. Beitrag zur Kostendeckung erwünscht.


Albert Camus wurde am 7.11.1913 in Mondovie/Algerien geboren. Mit 22 Jahren gründete er ein Theater und ging auf Tournée durch Algerien mit klassischen Stücken. Er spielte, führte Regie und schrieb sein erstes Stück "Caligula". Am zweiten Weltkrieg konnte er wegen seiner schwachen Gesundheit nicht teilnehmen. So schrieb er als Reporter über das Elend der Provinz Kabylien; er wurde darauf aus Algerien ausgewiesen, ging als Reporter nach Paris, schloß sich der Résistance an und war Mitbegründer der Zeitschrift "Combat". Für sein literarisches Schaffen erhielt er 1957 den Nobelpreis. Am 4.1.1960 kam er bei einem Autounfall ims Leben.

"Die Gerechten" wurden 1949 in Paris uraufgeführt. Den Gewissenskonflikt seiner Résistance-Zeit überträgt Camus auf eine Episode der russischen Geschichte, die Ermordung des Großfürsten Sergius im Jahr 1905. Kaliajew, der im Namen der Gerechtigkeit Unrecht durch neues Unrecht aus der Welt schaffen will, sieht als moralisch gerechtfertigte Lösung nur den eigenen Tod als Sühneopfer. Sein Gegenspieler Stepan verkörpert dagegen den hasserfüllten Revolutionär, der weder Selbstzweifel noch menschliche Anteilnahme kennt. In ihm deutet sich schon der kommunistische Terror der Stalin-Zeit an.

Eine ausführliche Biografie von Albert Camus finden Sie hier.

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April 2007

MEISTERKONZERT


Montag, 16. April 2007 - 20.00 Uhr
HUGO WOLF: Das italienische Liederbuch

Julia Kleiter, Sopran
Christoph Prégardien, Tenor

Hilko Dumno, Klavier

Christoph Prégardien Geboren 1956 in Limburg begann Christoph Prégardien seine musikalische Laufbahn als Domsingknabe. Später studierte er Gesang bei Martin Gründler und Karlheinz Jarius in Frankfurt, Carla Castellani in Milano und Alois Treml in Stuttgart, sowie Liedgesang bei Hartmut Höll an der Frankfurter Musikhochschule.

Ganz besonders geschätzt ist Christoph Prégardien als Liedsänger. Eine langjährige Zusammenarbeit verbindet ihn mit seinen bevorzugten Klavierpartnern Michael Gees und Andreas Staier. Regelmäßig wird er zu Liederabenden nach Paris, London, Brüssel, Berlin, Köln, Amsterdam, Salzburg, Zürich, Wien, Barcelona und Genf und zu Konzertreisen durch Italien, Japan und Nordamerika eingeladen.

Ein wichtiger Teil seines Repertoires ist auf Tonträgern der grossen Labels BMG, EMI, DG, Philips, Sony, Erato und Teldec dokumentiert. Seine Discographie ist inzwischen auf mehr als 120 Titel angewachsen.



Julia Kleiter

Julia Kleiter Julia Kleiter, die aus Limburg stammt und in Hamburg bei William Workman sowie in Köln bei Klesie Kelly-Moog Gesang studierte, begann ihre internationale Karriere im März 2004, als sie bei einer konzertanten Aufführung der Daphne von Strauss mitwirkte, die unter Leitung von Semyon Bychkov stand und für die Schallplatte eingespielt wurde. In den Monaten darauf sollte Mozarts Zauberflöte zu einem Schlüsselwerk ihrer Laufbahn werden: Im Juni 2004 debütierte sie als Pamina in einer Inszenierung von Robert Wilson an der Opéra Bastille in Paris; 2005 gestaltete sie die Rolle ebenfalls in Paris sowie in Madrid unter der Stabführung von Marc Minkowski; und als Papagena gehörte sie zum Ensemble einer Neuproduktion von Claudio und Daniele Abbado, die in Reggio Emilia, Ferrara und Baden-Baden gezeigt wurde. Auch Nikolaus Harnoncourt hat die junge Sängerin für seine Aufführungen entdeckt: 2006 wird sie mit ihm die Rolle der Serpetta in Mozarts La finta semplice erarbeiten, 2007 folgt dann Pamina in Zürich und Ilia (Idomeneo) bei der Styriarte in Graz. Nach ihrem Debüt bei den Salzburger Festspielen mit der Celia in Lucio Silla, das im Sommer 2006 geplant ist, wird Julia Kleiter beim Edinburgh Festival auftreten, neuerlich mit Claudio Abbado am Dirigentenpult. Die Sopranistin ist auch eine gefragte Liedinterpretin: 2006 gibt sie ein Recital beim Lucerne Festival, für 2007 sind gemeinsame Auftritte mit Christoph Prégardien und Hugo Wolfs Italienischem Liederbuch in Belgien und Deutschland geplant.

Gefördert von Energieversorgung Limburg


THEATERABEND

Montag, 30. April 2007 - 20.00 Uhr
"Pension Schöller"

Posse von Carl Laufs und Wilhelm Jacoby in der Bearbeitung von Jürgen Wölffer
Komödie am Kurfürstendamm Gastspiele Berlin


Inszenierung: Jürgen Wölffer
Das Ensemble:
Achim Wolff, Marion van de Kamp, Winfried Glatzeder, Herbert Köfer u.a.

Der Großgrundbesitzer Philipp Klapproth möchte zuhause in der Provinz am Stammtisch mit einem verrückten Erlebnis brillieren. Bei einem Besuch in Berlin bittet er seinen Neffen ihm einen Besuch in der Irrenanstalt zu ermöglichen. Der Neffe führt den Onkel in die Pension Schöller und gibt die dortigen Gäste als Patienten aus…..

"Pension Schöller" - Szenenfoto
"Pension Schöller"


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Mai 2007

OPERNFAHRT


Samstag, 12. Mai 2007 - 19.30 Uhr
"PELLÉAS ET MÉLISANDE"

Drame-lyrique in fünf Akten von Claude Debussy Libretto von Maurice Maeterlinck In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Musikalische Leitung: Catherine Rückwardt Inszenierung: Sandra Leupold Bühne und Kostüme: Moritz Nitsche

Mainz
49,00 Euro (inkl. Busfahrt)

Golaud findet im Wald eine rätselhafte Fremde. Er nimmt sie mit nach Hause, heiratet sie, doch Mélisande entdeckt ihre geheimnisvolle Verbundenheit zu Pelléas. Blind vor Eifersucht tötet Golaud seinen Halbbruder. Mélisande bringt unter Qualen das Kind Golauds zur Welt. Auf dem Sterbebett spricht sie von Pelléas. Golaud bleibt einsam zurück – voller Fragen und Schuld.

In seiner einzigen vollendeten Oper entfaltet Debussy auf großartige Weise Seelen-vorgänge im Echoraum der Symbole. Die Partitur ist von ebenso gärender wie bedrückender Feinnervigkeit, in ihrer Zurückgenommenheit von einer Archaik, die direkt auf die inneren Vorgänge des Dramas verweist und im übermächtigen Schweigen noch dem Verlöschen eine Existenz sichert.


Juni 2007

OPERNFAHRT


Sonntag, 03. Juni 2007 - 18.00 Uhr
"SOROTSCHINSKAJA JARMARKA (DER JAHRMARKT VON SOROTSCHINZY)"

KOMISCHE OPER IN DREI AKTEN
DICHTUNG NACH NICO LAIJ W. GOGO L VOM KOMPONISTEN
IN RUSSISCHER SPRACHE MIT DEUTSCHEN ÜBERTITELN


Musikalische Leitung: Roman Kofman
Inszenierung Peer Boysen

Bonn
59,00 Euro (inkl. Busfahrt)

Der Bauer Tscherewik hat zwei Probleme im Leben: Das erste ist seine Frau, Stiefmutter seiner schönen Tochter Parassja, und das zweite sein Aberglaube, seine Angst vor dem Teufel.

Bei einem Ausflug zum Jahrmarkt spitzt sich die Lage zu. Glaubt er doch, die Tochter auf die Schnelle gut bei Gritzko, einem ansehnlichen und trinkfesten Bauernburschen unter die Haube gebracht zu haben. Seine Frau macht ihm jedoch einen Strich durch die Rechung. Und zu allem Unglück häufen sich auch noch die Gerüchte um die Anwesenheit vom „blutroten Kittel”, dem Teufel. Dieser war es allerdings nicht, der den Popensohn nach einem Rendezvous mit Tscherewiks Frau in den Dachstuhl gehext hat. Doch wie bei jeder guten Geschichte: Ende gut, alles gut. Und ob es nun wirklich der „blutrote Kittel” oder einfach nur ein paar lustige Zigeuner waren, die Gritzko dann doch die schöne Parassja in die Arme getrieben haben, sei an dieser Stelle nicht verraten. Mussorgskijs letzte Oper ist ein musikalischer Spaß im folkloristischen Kolorit der russischen Spätromantik. Dabei adaptierte er Gogols Erzählung auf ganz eigene Art und Weise: Die Komik entsteht aus der Unangemessenheit zwischen Anspruch und Wirklichkeit und ist dadurch eng mit tragischen Elementen verquickt. Die Uraufführung erlebte der Komponist nicht mehr. Erst zum 30jährigen Todestag von Mussorgskij wurde sie 1911 in St. Petersburg als Fragment konzertant aufgeführt. In der Folge gab es zahlreiche Versuche, die Oper zu komplettieren, wobei sich die Fassung von Wissarion Schebalin und Pawel Lamm aus dem Jahr 1931 als die interessanteste erwiesen hat, was Instrumentation und Ergänzungen betrifft. Diese Fassung wird auch in Bonn gespielt.


PODIUM JUNGER KÜNSTLER

Sonntag, 10. Juni 2007 - 17.00 Uhr
Jazztrio Schmidt-Schohl-Heftrich

bestehend aus den Lehrern:
Christian Schmidt, Piano
Ralf Schohl, Bass
Janis Heftrich, Schlagzeug


Historisches Rathaus am Fischmarkt


Jazz Trio Schmidt-Schohl-HeftrichJazz, Swing, Funk und Soul erwartet die Besucher am Sonntag, 10. Juni 2007, 17.00 Uhr im Historischen Rathaus, Fischmarkt 21 mit dem Jazztrio Schmidt-Schohl-Heftrich.

Das Jazztrio besteht seit 2003.Die er-fahrenen und versierten Musiker Christian Schmidt, Piano und Gesang, Ralf Schohl, Bass und Janis Heftrich, Schlagzeug, haben sich durch ihre Lehrtätigkeit an der Kreismusikschule Limburg kennengelernt.

Erste gemeinsame Jamsessions und Auftritte führten zu dem Wunsch, die Zusammenarbeit zu intensivieren und so ein spannendes Bandprojekt entstehen zu lassen. Das Repertoire des Trios schöpft vor allem aus dem reichen Fundus des "American Songbook" . Bekannte Jazzstandards werden ebenso wie unbekannteres Material neu arrangiert und mit viel Energie und Spielwitz dargeboten. Die Triobesetzung bietet allen Musikern viel Raum für spannende Soli, viel Spontanität und Interaktion.

Schmidt-Schohl-Heftrich fühlen sich den großen Namen des Jazz verpflichtet, versuchen aber dennoch ihr eigenes, ganz persönliches Profil zu entwickeln. Stilistisch spannt das Trio einen wei-ten Bogen, der von mit reißendem Swing über karibische Einflüsse bis zu modernem Funk und Soul reicht.

Eintritt. 6,00 €, ermäßigt 4,00 €
Veranstalter: Kulturvereinigung Limburg e.V., Kreissparkasse Limburg, Magistrat der Stadt Lim-burg, Abt. für Kulturförderung



KULTUR AM NACHMITTAG

Dienstag, 19. Juni 2007 - 15.00 Uhr
Solokonzert mit Veronika Todorova

Mit Werken von: Abbracciante, Bazhilyn, Berino, Daquin, Frossini, Coviello u.a.

Veronika TodorovaVeronika Todorova, die 19 Jahre junge bulgarische Akkordeonistin, spielt seit ihrem sechsten Lebensjahr. Trainiert von bulgarischen, deutschen und italienischen Meistern ihres Fachs gewann sie von 1998 bis 2001 bei nationalen bulgarischen Akkordeonwettbewerben drei mal den ersten Preis und zwei mal den zweiten. 1998 war sie Preisträgerin beim internationalen Wettbewerb in Assenovgrad (Bulgarien) in der Kategorie E-Musik.

In den Jahren 2004-2006 hat sie mit Erfolg an sieben internationalen Wettbewerben in Deutschland (Klingenthal) und Italien (Castelfidardo, Lanciano, Atri) in der Kategorie „Virtuose Unterhaltungsmusik” teilgenommen.

Im Oktober 2005 gewann sie den zweiten Preis beim 5. Internationalen Akkordeonwettbewerb in Lanciano (Italien) und nur ein halbes Jahr später den ersten Preis beim 5. Internationalen Musikwettbewerb „Premio Citta di Atri” in Italien. Deutsche Meisterin 2006 in Baden Baden, Primo Assoluto in Lanciano und beste weibliche Akkordeonistin 2006 beim World Cup in Norwegen sind die aktuellen Erfolge ihrer rasanten Karriere.

Schnell wurden die Medien auf sie aufmerksam. Auftritte im SWR-3 Fernsehen, Radio Berlin, Deutsche Welle und Hessischer Rundfunk folgten. Die Printmedien bringen immer wieder Portraits und Berichte über die Künstlerin, ihre Konzerte sowie über ihre Studienreisen zu Italiens Jazzakkordeonstar Renzo Ruggieri.

Mit ihrer brandaktuellen CD „ROSSO” zeigt Veronika Todorova, dass sie als Solo- und Ensemblekünstlerin auf internationalem Niveau angekommen ist.


Die Homepage der Künstlerin

Veranstalter:
Kulturvereinigung Limburg
Senioren Union Limburg

Veranstaltungsort: Josef-Kohlmaier-Halle, Limburg -Kleiner Saal-



September 2007

MEISTERKONZERTE

Dienstag, 18. September 2007 - 20.00 Uhr: Göttinger Symphonie Orchester

Leitung: Christoph Mueller
Solistin: Esther Walker, Klavier
Joseph Joachim: Ouvertüre d-Moll zu „Hamlet“
Robert Schumann: Symph. Nr. 1 B-Dur, op. 38, „Frühlingssymphonie“
Johannes Brahms: Konzert für Klavier u. Orchester Nr. 1, d-Moll op. 15

Das seit 1862 bestehende Göttinger Symphonie Orchester hat sich durch seine künstlerische Vielseitigkeit einen festen Platz in der niedersächsischen Musiklandschaft erspielt. So finden etwa zwei Drittel aller Konzerte außerhalb von Göttingen statt. Das Repertoire des Orchesters reicht vom Barock über die Klassik und Romantik bis in die Musik der Gegenwart. Auch die sogenannte heitere Muse hat in der künstlerischen Arbeit der Göttinger ihren festen Platz.


GÖTTINGER SYMPHONIE ORCHESTER

"Das Göttinger Symphonie Orchester möchte ich einen Glücksfall für die Musikkultur in Niedersachsen nennen - ein Orchester, das nicht nur im Zentrum der Musikpflege einer Universitätsstadt steht, sondern weit darüber hinaus als Botschafter Musikhochkultur zu Städten und Gemeinden unseres Flächenlandes Niedersachsen bringt und immer wieder mit innovatorischen Impulsen überrascht." Prof. Dr. Karl-Jürgen Kemmelmeyer, Präsident des Landesmusikrates Niedersachsen anlässlich des 140jährigen Jubiläums des GSO im Jahre 2002.

Mehr als 140 Jahre Göttinger Symphonie Orchester, das ist eine wechselvolle, aber immer dem Erfolg verschriebene Geschichte, die dem Klangkörper einen unverzichtbaren Platz in der Musiklandschaft sichert. Bedeutende Gastdirigenten und Solisten begleiten seitdem seinen Lebensweg. So kehrt z.B. der große Geiger Frank Peter Zimmermann seit seinem Debüt 1977 in Göttingen regelmäßig zurück.

Mit zahlreichen Konzerten wird dem Publikum ein breit gefächertes Programm geboten, das fast allen historischen und stilistischen Richtungen folgt - vom Barock bis zur Gegenwart. Häufig werden Werke zeitgenössischer Künstler vorgestellt, und eine Spielzeit ohne eine Uraufführung ist seit langem nicht mehr denkbar. Ein Kompositionspreis für junge niedersächsische Komponisten, der alle zwei Jahre ausgeschrieben wird, dient der Nachwuchsförderung im schöpferischen Bereich. Eine Vielzahl von Kooperationen prägt die Arbeit des GSO, so mit dem Deutschen Musikrat, mit niedersächsischen Chören und Kirchen, der Hochschule für Musik und Theater Hannover und vielen anderen. Die Beliebtheit des Göttinger Symphonie Orchesters in seiner Heimatstadt kommt in stetig steigenden Besucherzahlen zum Ausdruck. So erfolgte in den Jahren 1991 bis 2005 ein Anstieg der Abonnenten um rund 50 %, die jetzt mehr als 2.800 zählen; die Auslastung der Göttinger Konzerte beträgt mittlerweile durchschnittlich etwa 90 %.

Somit ist das im Jahre 1862 gegründete GSO mit ca. 40 Veranstaltungen im kulturellen Leben der alten bedeutenden Universitätsstadt fest verankert und leistet von hier aus einen gewichtigen Beitrag im reichen und vielseitigen Musikland Niedersachsen; denn den größten Teil seiner mehr als 100 Konzerte im Jahr bestreitet das einzige Konzert- bzw. Symphonieorchester in den verschiedensten Orten dieses Bundeslandes, von Stade bis Hann.-Münden, von Helmstedt bis Lingen, von Duderstadt bis Wilhelmshaven. Selbstverständlich gastiert das Orchester darüber hinaus auch in anderen Bundesländern und im benachbarten Ausland, wo große Erfolge verbucht werden konnten: im Großen Festspielhaus in Salzburg, im Brucknerhaus in Linz sowie in Göttingens Partnerstadt Thorn und in Danzig. Eine Einladung zum Festival d'Echternach im Juni 2005, zu den Internationalen Händel-Festspielen im Mai 2006 oder zum Choriner Musiksommer im Juli 2006 unterstreicht die wachsende Nachfrage auch bei internationalen Musikfestspielen.

Neben der Ansprache traditioneller Interessentenkreise bemüht sich das GSO seit Jahren erfolgreich um weitere Alters- und Gesellschaftsgruppen: Kinder, Jugendliche, Behinderte sowie auch ältere Mitbürger. Eigens für diese Zielgruppen werden Konzerte in Kindergärten, Schulen, Krankenhäusern und Seniorenheimen in und außerhalb Göttingens angeboten, öffentliche Generalproben ausgerichtet u.v.a.m. Somit ist das GSO ein Symphonieorchester zum "Anfassen".

Das große Engagement des Göttinger Symphonie Orchesters wurde in den letzten Jahren durch mehrere Auszeichnungen gewürdigt. Dem Klangkörper wurde vom Deutschen Musikverleger-Verband der Preis "Das beste Konzertprogramm der Saison 1995/96" zuerkannt. Die Live-Aufnahme der "Apocalypse selon St. Jean" von Jean Francaix auf CD aus dem Jahre 1997 erhielt von der französischen Zeitschrift "Opéra International" die höchste Bewertung "Le Timbre de Platine". Auf Grund der künstlerischen Leistung des Orchesters kam es im September 2000 zur Höhergruppierung nach Tarifvergütungsklasse (TVK) B. Im Jahr 2002 erhielt das Göttinger Symphonie Orchester das Ehrenprotektorat der Deutschen Johann-Strauß-Stiftung in Coburg für die Verbreitung der Musik der Familie Strauß in besonders hoher Qualität.

Mit der Spielzeit 2005/06 hat der Schweizer Christoph Mueller die künstlerische Leitung übernommen.

CHRISTOPH MUELLER

Der aus der Schweiz stammende Christoph Mueller studierte zunächst an der Musikhochschule Basel Violine, um dann an der Universität von Cincinnati/USA sein Dirigierstudium zu beginnen. 1995 ging er als Conducting Fellow nach Tanglewood, Massachusetts, und arbeitete dort mit Seiji Ozawa, Robert Spano und Leon Fleisher. 1996 wurde er Assistent von Vladimir Ashkenazy beim Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, mit dem er auch sein professionelles Dirigierdebüt gab.

Von 2001 bis Ostern 2005 war er Claudio Abbados Assistenz-Dirigent beim Gustav Mahler Jugendorchester. In dieser Funktion bereitete Christoph Mueller das Orchester für die Tourneen vor und arbeitete eng mit Dirigenten wie Claudio Abbado, Mariss Jansons, Franz Welser-Möst und Ivan Fischer zusammen. Dazu kamen eigene Konzerte mit dem Orchester an den Luzerner Osterfestspielen und vor dem Olympischen Komitee in Lausanne.

Von Claudio Abbado wurde Christoph Mueller zum Assistenz-Dirigenten des Lucerne Festival Orchestra ernannt, eine Position, die er seit der Orchester-Neugründung im Sommer 2003 bekleidet.

Im Jahr 2000 war Christoph Mueller Gewinner des Internationalen Dirigierwettbewerbes in Cadaqués in Spanien. Seither gastierte er bei der Tschechischen Philharmonie, dem Orchestre National de Lyon, dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, dem Radio-Sinfonie-Orchester Frankfurt, beim Rundfunkorchester des Bayerischen Rundfunks, bei der Jenaer Philharmonie, der Slowenischen Philharmonie, dem Orchestre de Chambre de Lausanne, dem Orchestre Philharmonique du Luxembourg, dem Wiener Kammerorchester, beim Scottish Chamber Orchestra, dem Scharoun Ensemble der Berliner Philharmoniker sowie beim Ensemble Modern.

In der Saison 2004/2005 hatte Christoph Mueller die künstlerische Leitung des Kairoer Sinfonieorchesters inne und gastierte erstmals in Stavanger, beim BBC Welsh National Symphony Orchestra, außerdem mit einer Produktion beim SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg sowie beim Orchestra della Svizzera Italiana. In der Saison 2005/2006 leitete Christoph Mueller die französische Erstaufführung des gesamten Balletts "Undine" von Hans Werner Henze an der Oper Straßburg und gab im Januar 2006 auf Einladung von Mikhail Pletnev sein erfolgreiches Debut in Moskau mit dem Russian National Orchestra.

Seit der Spielzeit 2005/2006 ist Christoph Mueller Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Göttinger Symphonie Orchesters.

Gefördert von Kreissparkasse Limburg


Christoph Mueller

Esther Walker


THEATERABEND

Mittwoch, 26. September 2007 - 20.00 Uhr
"Die Feuerzangenbowle"

Komödie von Heinrich Spoerl und Wilfried Schröder
Landestheater Burghofbühne

Inszenierung: Kai Festersen
Das Ensemble:
Anna Haack, Philipp Sebastian, Michael Gabel, Josef Hofmann, Erwin Kleinwechter

Philipp Sebastian als PfeifferWer kennt sie nicht, die legendäre „Feuerzangenbowle“? Millionen von Menschen wissen seitdem, dass man Pfeiffer mit drei „f“ schreibt, was eine „Dampfmaschine“ ist (da stellen wir uns alle mal ganz dumm), und wie die alkoholische Gärung funktioniert. Wer erinnert sich nicht an den Schuldirektor, den alle nur Zeus nennen, an die Lehrer Bömmel und Schnauz. Und wie hieß es anlässlich der 1944er Verfilmung mit Heinz Rühmann: „Dieser Film ist ein Loblied auf die Schule, aber es ist möglich, dass die Schule es nicht merkt.“



Oktober 2007

LITERATUR

Limburger Lesedom

Termin: Mi. 03.10. - Sa. 06.10.2007
Veranstaltungsort: Europaplatz

Im Rahmen der landesweiten Aktion "Leseland Hessen" Lesungen und offene Veranstaltungen für Erwachsene, Jugendliche und Kinder.

Im Rahmen der landesweiten Aktion "Leseland Hessen" findet zeitgleich zur Frankfurter Buchmesse der "Limburger Lesedom" im Lesezelt auf dem Europaplatz statt. Täglich wird es mehrere Lesungen aus vielen unterschiedlichen Bereichen der Literatur geben. In diesem Jahr stehen auch offene Veranstaltungen für Kinder auf dem Programm. Auch außerhalb der Lesungen soll der Lesedom wieder Raum für unterschiedliche Begegnungen mit der Literatur bieten.

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Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesedom!


MEISTERKONZERT

Mittwoch, 24. Oktober 2007 - 20.00 Uhr: Ana-Marija Markovina, Klavier

Domenico Scarlatti: 4 Sonaten
Muzio Clementi: Sonate fis-Moll, op. 25
Ottorino Resphighi: Antiche Arie e Danze
Giacomo Rossini: Enterrement en Carneval
Modest Moussorgsky: Bilder einer Ausstellung

Ana-Marija MarkovinaDie in Kroatien geborene und in Köln lebende Pianistin Ana-Marija Markovina errang schon früh in ihrer Laufbahn Erfolge bei nationalen und internationalen Wettbewerben, denen eine rege Konzerttätigkeit folgte. Nach Studien an den Musikhochschulen in Detmold und Weimar legte sie ihr Konzertexamen an der Hochschule „Hanns Eisler“ in Berlin ab. Ihre wichtigsten Lehrer waren Paul Badura-Skoda, Vitaly Margulis und Rolf-Dieter Arens. Ana-Marija Markovina konzertiert regelmäßig in den wichtigen Konzertsälen Europas und ist häufiger Gast bei den großen Festivals, wie z.B. dem Schleswig-Holstein Musikfestival oder dem Klavier-Festival Ruhr, dem Internationalen Piano Stars Festival in Lettland, dem Festival do Musica in Estoril oder auch beim internationalen Klavierfestival in Yokohama. Rundfunk-Aufnahmen und Konzert-Mitschnitte dokumentieren ihr hohes künstlerisches Niveau. Sie wirkt auch als Klavierpädagogin, gibt Meisterkurse und ist regelmäßig Jury-Mitglied bei Wettbewerben. Der angesehene Pianist Paul Badura-Skoda bezeichnet sie im Übrigen als eine der „bedeutendsten Pianistinnen ihrer Generation“.


Gefördert von Baunternehmung Albert Weil AG Limburg




THEATERABEND

Samstag, 27. Oktober 2007 - 20.00 Uhr
"Effi Briest"

Theater Greve

Inszenierung: Manfred H. Greve
Das Ensemble:
Nele Holinderbäumer, Lorenz Schirren u.a.

Die siebzehnjährige Effi heiratet auf Wunsch ihrer Eltern den zwanzig Jahre älteren Baron von Innstetten und folgt ihm in sein Haus nach Pommern. Dort fühlt sich Effi von ihrem Mann allein gelassen. Auch die Geburt der Tochter hilft ihr nicht aus der inneren Vereinsamung. Sie beginnt ein leidenschaftsloses Verhältnis mit Major Crampas. Die Versetzung Innstettens nach Berlin ist für Effi ein willkommener Anlass, die heimliche Beziehung zu beenden, und das Ehepaar verlebt viele schöne Jahre in Berlin. Als Innstetten eines Tages Briefe von Crampas an Effi findet, fordert er Crampas zum Duell und erschießt ihn. Effi, sowohl von ihrem Mann als auch von den Eltern verstoßen, wird erst wegen einer schweren Krankheit ins Elternhaus geholt, wo sie, innerlich mit Innstetten versöhnt, stirbt.


"Nele Holinderbäumer"

"Lorenz Schirren"

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KULTUR AM NACHMITTAG

Montag, 29. Oktober 2007 - 15.00 Uhr
U.S. Levin: "Wenn der Pathologe kommt, ist es zu spät"


Eine medizynische Lesung
Lesung aus: "Bis dass der Arzt uns scheidet"
"Ich bin schüchtern, aber in Behandlung"
Autor: Uwe Bauer (U.S.Levin)

Kultur am NachmittagIm Mittelpunkt der humoristischen Lesung von U.S. Levin steht das Verhältnis Normalsterblicher zu ihren Ärzten. Aber nicht nur die "Halbgötter in Weiß", auch die Patienten und Krankenkassen werden satirisch unters Mikroskop genommen.

"Wenn der Pathologe kommt, ist es zu spät", unter diesem Motto unterhält U.S. Levin auf bissig-komische Art. Und wenn er "mit gefasster Miene, staunendem Blick und provokant-trockener Vortragsweise den Alltag von Patienten und Machern moderner Medizin gleichermaßen auf die Schippe nimmt und in Wunden bohrt, darf er sich sicher sein, dass jeder das nachvollziehen und, zumindest diesmal, sogar darüber lachen kann." (Leipziger Volkszeitung).

Erschienen sind seine medizinischen Schmunzelgeschichten in den beiden Büchern "Ich bin nüchtern, aber in Behandlung" und "Bis dass der Arzt uns schneidet". Die mit Humor gewürzten Texte sorgen für einen heiteren Nachmittag. Die Sächsische Zeitung fand gar die lobenden Worte:" Levin hat mit vielen Pointen das Seine für die Volksgesundheit getan. Sein Humor ist ein Geschenk".

Und Lachen, dies spricht sich mittlerweile sogar unter Ärzten herum, ist nun mal die beste Medizin...


Veranstalter:
Kulturvereinigung Limburg
Senioren Union Limburg
Mit freundlicher Unterstützung der Kreissparkasse Limburg


Veranstaltungsort: Josef-Kohlmaier-Halle, Limburg -Kleiner Saal-



November 2007

PODIUM JUNGER KÜNSTLER

Sonntag, 04. November 2007 - 18.00 Uhr
Ort: Kreismusikschule Limburg, In den Klostergärten 11

Gina Gaul, Flöte und David Helm, Klavier


Flötistin Gina Gaul und der Pianist David HelmAm Sonntag, 04. November 2007, um 18.00 Uhr präsentieren die Kulturvereinigung und die Stadt Limburg mit der Flötistin Gina Gaul und dem Pianisten David Helm ein sicher markantes Abschlusskonzert der Reihe "Podium junger Künstler", welches erstmals im Saal des neuen Domizils der Kreismusikschule Limburg, In den Klostergärten 11, stattfinden wird.

Die neunzehnjährige Gina Gaul und der siebzehnjährige David Helm erhielten beide schon im Kindesalter Flöten- bzw. Klavierunterricht. 2006 wurde Gina Gaul Schülerin von Walter Büchsel, Flötist des HR-Sinfonieorchesters und begann später ihr Jungstudium an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main. Seit 2004 ist sie Mitglied und Soloflötistin des Landes-Jugend-Sinfonie-Orchesters Hessen. Gina ist mehrfache Preisträgerin des Bundeswettbewerbes "Jugend musiziert" und erhielt mehrmalig Sonderpreise dieses Wettbewerbes.

David Helm wird derzeit am Musischen Internat der Limburger Domsingknaben, bei denen er seit 1999 Mitglied ist, von Andreas Frese ausgebildet. Sein Mitwirken in diesem international anerkannten Chor bescherte David zahlreiche Konzertreisen ins Ausland und Stipendien sowie das Auftreten als Knabensolist in verschiedenen Opernhäusern. Außerdem wird sein Spiel durch das Musizieren in diversen Jazz- und Bigband-Formationen geprägt. Er ist 2. Preisträger des Bundeswettbewerbes "Jugend musiziert" und - ebenso wie Gina Gaul - diesjähriger Stipendiat der Musikstiftung der Kreissparkasse Limburg.

Die jungen Künstler stellen als Duo ihr großartiges Zusammenspiel unter Beweis und begeistern, überzeugen und faszinieren durch technisch einwandfreies und ausdrucksstarkes Spiel. Neben Kompositionen von W. A. Mozart, Franz Schubert und Frederic Chopin präsentiert das Duo Werke von Francis Poulenc, Frank Martin, Rouven Hoffmann und Cécile Chaminade.

Veranstalter:
Kulturvereinigung Limburg e. V.
Kreissparkasse Limburg
Magistrat der Stadt Limburg, Abt. Kulturförderung



THEATERABEND

Dienstag, 27. November 2007 - 20.00 Uhr
"In 80 Tagen um die Welt"

Musical nach dem Roman von Jules Verne
Buch und Gesangstexte von Phil Willmott
Deutsch von Anita Lochner
Musik von Phil Willmott und Annemarie Lewis Thomas

Euro-Studio Landgraf
Inszenierung: Phil Willmott
Das Ensemble:
Wolfgang Wagner, Etienne Gillig, Janina Isabell Batoly u.a.

Es ist ein populärer Stoff, der hier als Musical inszeniert wird. Phileas Fogg, ein britischer Gentleman, wettet in seinem Londoner Club sein Vermögen, dass er in 80 Tagen die Welt umrunden kann. Er bricht am 02. September 1872 mit seinem Diener Jean Passepartout auf und will am Weihnachtstag wieder in London sein. Zahlreich sind die Filmadaptionen dieses Musicals. Eine gekonnte Mischung aus Sprech- und Musiktheater garantiert eine temperamentvolle Aufführung.

Szenenfoto aus "In 80 Tagen um die Welt"
Szenenfoto
Szenenfoto aus "In 80 Tagen um die Welt"
Szenenfoto
Szenenfoto aus "In 80 Tagen um die Welt"
Szenenfoto

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MEISTERKONZERT

Mittwoch, 28. November 2007 - 20.00 Uhr: La Gioia Köln

Antonio Vivaldi: Concerto F-Dur RV 9
Johann Heinrich Schmelzer: Sonata quinta (c-moll) für Violine und B.c.
Johann Friedrich Fasch: Sonata in g-Moll für Oboe, Violine und B. c.
Georg Philipp Telemann: Sonata prima A-Dur „Pariser Quartett” Nr. 3
Antonio Vivaldi: Concerto in D-Dur, RV 95 „La Pastorella”
G. Ph. Telemann: Sonate D-Dur für Violoncello und B. c.
Johann Christian Bach: Quintett D-Dur

La Gioia Das Ensemble „La Gioia Köln” hat sich auf das Musikrepertoire des 17. und 18. Jahrhunderts in historischer Aufführungspraxis spezialisiert. Barocke Affektenlehre und Ornamentik bis hin zum galanten Stil bilden die Basis. Experimentierfreudig werden mit instrumentaler Vielfalt verschiedene Aspekte der Instrumentalmusik von Frühbarock bis Frühklassik beleuchtet. Die Kombinationsmöglichkeiten der Instrumente, die sich aus der Ensemblebesetzung und der Tatsache ergeben, dass einige Musiker mehrere Instrumente spielen, eröffnen ein breit gefächertes Repertoire sowie einen großen Klangfarbenreichtum, der die verschiedenen Charaktere der Musik dieser Epoche transparent zum Vorschein kommen lässt.


Gefördert von JuCad - Exclusive Titan-Golfcaddys



Dezember 2007

KINDERTHEATER

Sonntag, 16. Dezember 2007 - 15.00 Uhr
"Die kleine Meerjungfrau"
Familienmusical für Kinder von Eberhard Steul
nach dem Märchen von Christian Andersen



Die kleine Meerjungfrau sehnt sich danach, ein Mensch zu sein und eine Seele zu haben, denn sie liebt den Prinzen. Durch einen Zaubertrank der Hexe verliert sie ihren Fischschwanz und erhält menschliche Gestalt. Dafür muss sie der Hexe ihre Stimme verkaufen. Drei Tage hat sie Zeit - so ist die Bedingung der Hexe - um die Liebe des Prinzen zu gewinnen. Schafft sie das nicht bis die Sonne am dritten Tag untergeht, zerrinnt das Leben der kleinen Meerjungfrau zu Schaum.

Pressestimmen:
"Der weltliterarische Stoff der Undine-Sage wurde vom Ensemble erstklassig in ein bewegendes und wertvolles Kindermusical umgearbeitet...das hochprofessionell agierende Ensemble überzeugte, ebenso die exzellente Ausstattung von Magarete Berghoff und nicht zuletzt das perfekte Zusammenspiel der drei Begleitmusiker, die oft ein ganzes Orchester ersetzten, mit den stimmlichen Glanzleistungen der Akteure." (Westdeutsche Zeitung)

"Die Sache hat Schwung, Pfiff und Witz, mancher Ohrwurm ist dabei, und obendrein bietet die Ausstattung Opulentes fürs Auge." (Mannheimer Morgen)



Die kleine Meerjungfrau - Szenenfoto

Die kleine Meerjungfrau - Szenenfoto

Die kleine Meerjungfrau - Szenenfoto


SILVESTERKONZERT

Sonntag, 30. Dezember 2007 - 20.00 Uhr
Göttinger Symphonie Orchester
Solistin: Mardi Byers, Sopran
Leitung und Moderation: Christoph Mueller

Wo die Citronen blüh´n

GIOACCHINO ROSSINI
Ouvertüre zu der Oper in zwei Akten "Semiramis"
Kavatine der Semiramis "Bel raggio lusinghier" ("Wie glänzte so freundlich mir") aus dem ersten Akt

AMILCARE PONCHIELLI
Ballettmusik "Danza delle ore" ("Tanz der Stunden") aus der Oper in vier Akten "La Gioconda"

FRANCESCO CILÈA
Romanze der Adriana "Ecco … Io son l'umile ancella" ("Sehen Sie … Ich bin nur die Magd") aus der Oper in vier Akten "Adriana Lecouvreur"

OTTORINO RESPIGHI
Suite I und III aus Antiche Danze ed Arie per liuto

GIUSEPPE VERDI
Szene und Arie der Violetta "E strano … Ah, fors'e lui … Sempre libera" ("'s ist seltsam … Er ist es … Von der Freude Blumenkränzen") aus der Oper in vier Akten "La Traviata"

JOHANN STRAUSS (Sohn)
Ouvertüre zu der komischen Oper in drei Akten "Eine Nacht in Venedig"
Arie der Anna "Seht, o seht … Ich komme von Chioggia … Frutti di mare" aus dem ersten Akt der komischen Oper "Eine Nacht in Venedig"
Wo die Citronen blüh´n. Walzer op. 364

JOSEF STRAUSS
Potpourri aus "La forza del destino" von Giuseppe Verdi

JOHANN STRAUSS (Sohn)
Rosen aus dem Süden. Walzer op. 388

Sie können sich das Programm des Silvesterkonzerts 2007 hier downloaden.
Mehr Infos über das Göttinger Symphonie Orchester bekommen Sie hier
und mehr über den Leiter Christoph Mueller erfahren Sie hier.




Christoph Mueller
Christoph Mueller, Leitung und Moderation

Göttinger Symphonie Orchester
Mardi Byers, Sopran
Mardi Byers, Sopran

MARDI BYERS
Sopran


Die Sopranistin Mardi Byers wurde in Boulder, Colorado geboren und debütierte 2003 mit großem Erfolg als Tosca am Theater Lübeck. Während ihres Solovertrages in Lübeck (2003-2006) feierte sie weitere große Erfolge als Amalia (I Masnadieri), Marguerite (Faust), und als Elisabetta (Don Carlos). Ihre Adriana Lecouvreur in der Spielzeit 2004/2005 wurde in der Presse als "Weltklasse" bezeichnet (Die Welt, Frankfurter Allgemeine u.a.).

Mardi Byers ist auch als Violetta (La Traviata) in Rom L'aquila, Tosca in Lund (Schweden), Contessa (Le Nozza de Figaro) in Rom und als Donna Anna (Don Giovanni) im Rahmen des Bard Festivals in New York aufgetreten.

Als Konzertsängerin sang Mardi Byers im Herbst 2004 die "Vier letzten Lieder" von Richard Strauss mit dem Philharmonischen Orchester der Hansestadt Lübeck unter der Leitung von Marc Tardue. Sie gastierte bei Orchestern wie dem Symphonischen Orchester Zürich, dem Stadtorchester Winterthur, dem Grazer Symphonie Orchester, der Capella Musica Sacra Salzburg, dem Arizona State Chamber Ensemble und dem Swiss Musical Orchestra und gab Liederabende in San Francisco, Zürich, München, Marbella (Spanien) und den Grand Caymen Islands. Sie ist regelmäßig im Schweizer Fernsehen zu sehen (Prix Wallo, Fete des Vignerons, Art on Ice).

Mardi Byers absolvierte ihr Studium an der Arizona State University. Sie setzt ihre Studien bei Dale Fundling in Salzburg fort.

In der Spielzeit 2006/2007 war Mardi Byers als Elisabetta (Don Carlos) in Wiesbaden (4-Akt-Version, italienisch) sowie in Basel (5-Akt-Version, französisch) zu sehen. Sie sang Verdis Requiem in Lübeck und Hamburg, sowie Marguerite (Faust) in Wiesbaden und Margarete in Honnegger's Jeanne d'Arc au bucher (unter der Leitung von Cornelius Meister) in Basel.

Im September 2007 gibt sie ihr Debut an der New York City Opera als Donna Anna in Don Giovanni und im September 2008 an der Hamburgischen Staatsoper als Amelia in Verdis "Simone Boccanegra" unter der Leitung von Simone Young (Inszenierung Claus Guth).



PRESSEVERÖFFENTLICHUNGEN 2007

Die Nassauische Neue Presse

NNP vom 03.12.2007

Witzige, romantische und fantasievolle Reise "in 80 Tagen um die Welt"

Von Edith Egger-Mertin
Limburg. Auf eine unterhaltsame musikalische Reise „In 80 Tagen um die Welt“ nahm das Ensemble des Euro-Studios Landgraf das Limburger Publikum in der Josef-Kohlmaier-Halle mit. Der Roman von Jules Verne, verwandelt in ein Musical: eine bunte Nummernrevue mit schmissigen Songs, einer abwechslungsreichen Szenerie und vielen witzigen Einfällen vor exotischer Kulisse. Die elf gut aufgelegten, bravourös singenden und tanzenden Darsteller entführten die Zuschauer auf den Spuren von Phileas Fogg rund um die Welt.

Der englische Gentleman Fogg (Wolfgang Wagner) hat sein Vermögen darauf verwettet, dass er die Reise in genau 80 Tagen schaffen wird. Im Oktober 1872 gibt es zwar schon Eisenbahnen und Dampfschiffe, aber keine Autos und keine Flugzeuge. Mit seinem Diener Passepartout (Sven Sorring) bricht Fogg auf, seine Route hat der methodische Engländer genauestens geplant – aber natürlich kommt allerhand Unvorhergesehenes dazwischen, nicht zuletzt eine schöne indische Prinzessin, die er vor dem Feuertod rettet (Janina Isabell Batoly), und ein hinterlistiger Detektiv, der ihm ständig Steine in den Weg legt (Stephan Wapenhans). Die Wette gewinnt Fogg trotzdem, wenn auch in allerletzter Minute. Er ist immer nach Osten gereist, hat dabei die Datumsgrenze überschritten und einen Tag gewonnen.

Die Bühnenausstattung bestand im Wesentlichen aus sechs hohen Quadern, grau beim Reisestart in London, rot vernebelt im sündigen nächtlichen Paris, wo fesche Damen beim Cancan ihre Röcke schwenkten; in grünes Dämmerlicht getaucht im indischen Dschungel und blutrot in einer chinesischen Opiumhöhle. Gelegentlich öffnete sich einer der Quader zu einem Puppentheater. Als Marionetten kommentierten Queen Victoria – täuschend ähnlich mit einem Spitzentüchlein auf dem Kopf – und Sherlock Holmes den Fortgang der Reise.

Das erste Hindernis tut sich bereits in Paris auf, wo Fogg und Passepartout den Zug versäumen. Fogg kauft einen Heißluftballon, der sie über die Alpen trägt: Ein Miniaturballon wird an einer langen Rute über den Köpfen der Zuschauer geschwenkt. Unheimlich der Leichenzug des Maharadschas, den maskierte und gehörnte Tänzer begleiten; fremd und schön der tanzende Drachen mit dem langen Seidenschwanz; romantisch die Sternennacht auf der chinesischen Dschunke unter dem großen Segel, das sich leise im Wind bewegt. Dann heißt es: Amerika, wir kommen! Im Wilden Westen wirbt ein singender Mormone (Thomas Schirano) für die Vorzüge der Vielweiberei: „Nimm dir noch ein Weib, ein anderes Weib, ein Extraweib“, empfiehlt er Fogg, der aber sein Herz längst an die indische Prinzessin verloren hat.

Nach Happy End und fröhlichem Finale des Musicals von Phil Willmott und Annemarie Lewis Thomas spendeten die Limburger Zuschauer reichlich Beifall und erklatschten sich noch einen Abgesang. Mit den vielen wunderschönen, witzigen und romantischen Momenten, mit fantasievollen Kostümen und farbenprächtigen Requisiten und Lichteffekten war die Aufführung ein Hochgenuss, unterhaltsam und kurzweilig, eine schöne Einstimmung auf die kommenden langen, theaterlosen Winterwochen.

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Rhein-Lahn-Zeitung

Eine witzig-spritzige Weltreise
"In 80 Tagen um die Welt" kam als Musical auf die Limburger Bühne

LIMBURG. Witzig, spritzig und äußerst unterhaltsam gestaltete sich die Reise "In 80 Tagen um die Welt" - als Musical nach dem Buch und den Gesangstexten von Phil Willmott und Annemarie Lewis Thomas stand es nun in der Limburger Stadthalle auf dem Programm. Wer hat nicht mit Phileas Fogg auf seiner Reise rund um die Welt nach dem Roman von Jules Verne gefiebert und nicht über seinen pfiffigen Diener Jean Passepartout geschmunzelt? In der temperamentvollen Aufführung ging der populäre Stoff mit viel Schwung und tollen Regieeinfällen über die Bühne. Das Publikum erlebte höchst spannungsvoll den Wettlauf mit der Zeit.

Auf offener Bühne standen große Säulen, die je nach der Station der Reise in Windeseile umgedreht wurden und den nächsten Kontinent anzeigten. Ein aufgeklappter Koffer zeigte zudem die Dreidimensionale Kulisse der Städte an. Ein über die Bühne getragener Heißluftballon sorgte besonders für Erheiterung.

Die bunte Mischung aus Sprech- und Musiktheater machten die Aufführung zu einem Genuss für Auge und Ohr. (sgb)

Rhein-Lahn-Zeitung - Ausgabe Diez vom 04.12.2007

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Rhein-Lahn-Zeitung

Meisterkonzert als Reise durch die Zeit
Kölner Ensemble "La Gioa" wusste zu überzeugen

LIMBURG. Es war ein Abend der leisen, durchsichtigen Töne, den die Besucher des jüngsten Meisterkonzerts in der Josef-Kohlmaier-Halle erleben durften. Nicht perfekte und in allen Registern volltönende Instrumente waren vom Kölner Ensemble "La Gioa" zu hören, sondern originale Nachbauten aus der Zeit des 17. und 18. Jahrhunderts. Ein helles und duftig anmutendes Klangbild zauberten so die fünf Musiker auf die Bühne, ein Timbre, das hervorragend zum barocken Stil der ausgewählten Werke passte.

Es brauchte durchaus eine gewisse Zeit, bis die von Technik verwöhnten Ohren diese alten Klänge mit der ein oder anderen, von der Besaitung herstammenden Intonationsschwäche akzeptierten. Aber schnell konnte man sich auf den edlen und leichtfüßigen Klang einlassen und hörte hinein in eine Musik voller Vielfalt, Ornamentik und Affekte.

Zwei Konzerte von Antonio Vivaldi waren unter den barocken Werken, und es war fantastisch, auf welch elegante und zartfühlende Weise die Künstler mit ihren Instrumenten und der Musik umgingen. Freudvolle Ecksätze umrahmten die ausdrucksstarken Mittelteile mit ihren eindringlichen Kantilenen der Blockflöte, die vom silbrigen Cembalo und dem weichen fünfsaitigen Barockcello den nötigen Klangteppich bekamen.

Das älteste Werk des Programms stammte von Johann Heinrich Schmelzer, der von seinen Zeitgenossen als berühmtesten Violinisten ganz Europas bezeichnet wurde. Seine Musik ist der Nachwelt wohl nicht sehr bekannt geworden und wirkte trotz ihrer Virtuosität gegen die elegante Cello-Sonate von Telemann fast ein wenig spröde. Trotz allem sei die spielerische Leistung beider Solisten gleichermaßen gewürdigt, die eindrucksvoll gezeigt haben, dass sie echte Spezialisten des alten Faches sind. Im galanten Stil wurde neben Johann Christian Bachs Quintett in D-Dur auch Telemanns "Pariser Quartett" komponiert. Auch dabei zeigte "La Gioa" seine Meisterschaft, die unterschiedlichsten Klangfarben ihre Ensembles zu verschmelzen und allen Stücken dabei ihre Durchsichtigkeit zu bewahren. Viel Beifall gab es am Ende für diese ungewöhnliche musikalische Zeitreise, die nicht nur durch die Auswahl der Stücke sondern auch die lobenswerte historische Aufführungspraxis eine Besonderheit war. (Ulrike Neu)

Rhein-Lahn-Zeitung - Ausgabe Diez vom 01.12.2007

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Die Nassauische Neue Presse

NNP vom 30.11.2007

Begeisterung für ungewöhnliche Klänge

Von Anneke Jung
Limburg. „Il dolce ed il virtuoso“, was wohl in etwa „Liebliches und Virtuoses“ bedeutet, war das passende Motto des dritten Meisterkonzerts in der Kohlmaier-Halle. Das Ensemble „La Gioia“ Köln hat sich der Musik aus Barock und Frühklassik verschrieben und spielt diese auf historischen oder zumindest nach historischen Vorlagen gebauten Instrumenten.

Dem Hörer erschließt sich hier eine ganz eigene Klangwelt. Block- und Traversflöte, Barockoboe, historische Streichinstrumente und Cembalo klingen wesentlich leiser und feiner als ihre modernen Verwandten. Gerade die Blasinstrumente aber, die ausschließlich aus Holz bestehen und weitgehend ohne Klappen auskommen, haben einen wunderschön weichen und warmen Klang. Bei den Streichern machen zum einen die klanglichen Eigenarten, aber auch andere Spieltechniken das sehr spezielle Hörerlebnis aus. Mit Stephanie Bosch (Flöten), Julia Belitz (Oboe), Christof Boerner (Violine), Olaf Reimers (Violoncello) und Alexander Puliaev (Cembalo) sind in diesem Ensemble Spezialisten am Werk, die sich schon seit ihrer Studienzeit intensiv mit alten Instrumenten und Aufführungspraktiken auseinandersetzen. Sie interpretieren diese Musik frisch und spritzig, mit der richtigen Balance zwischen Virtuosität und Ausdruck. So kann man durchaus erahnen, dass das einstmals angesagte Unterhaltungsmusik gewesen sein muss.

Mit dem dreisätzigen Concerto F-Dur für Altblockflöte, Violine, Oboe, Violoncello und Basso Continuo von Antonio Vivaldi stimmten sie das Publikum ausgezeichnet auf das bevorstehende Hörerlebnis ein. Ein ähnliches Werk des italienischen Meisters, das Concerto D-Dur in gleicher Besetzung, eröffnete auch den zweiten Teil. Hierbei hatte besonders die Altflöte mit virtuosen Glanzpunkten, aber auch mit wunderschönem Ausdruck im langsamen Satz ihren großen Auftritt.

Ein heute vergessener Komponist namens Johann Heinrich Schmelzer war Mitte des 17. Jahrhunderts offenbar ein gefeierter Geiger am Wiener Hof. Dies ist aus seiner Sonata Quinta, c-Moll für Violine und Basso Continuo auch unschwer erkennbar. Sie bot Christof Boerner reichlich Gelegenheit mit Virtuosität und Temperament sein Können zu zeigen. In manchen Passagen wirkte der Violinpart fast wie eine Improvisation, manchmal glaubte man Einflüsse von Zigeunermusik mit überraschenden rhythmischen Wendungen zu hören. Auch Johann Friedrich Fasch und seine Sonata g-moll für Oboe, Violine und Basso Continuo zählen nicht zur gängigen Konzertliteratur. Es gehört zum Verdienst der Gruppe „La Gioia“, solche Preziosen auszugraben und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Ein unterhaltendes Stück Musik mit schönem Wechselspiel zwischen Oboe und Violine.

Einer der beliebtesten Komponisten seiner Zeit war Georg Philipp Telemann. Von ihm erklangen das dritte der so genannten „Pariser Quartette“ für Traversflöte, Violine, Violoncello und Basso Continuo und eine großartige Sonate für Violoncello und Basso Continuo. Besonders letztere zählte mit ihren spritzig-kniffligen schnellen und den für die Barockzeit sehr gefühlvollen langsamen Sätzen zu den Leckerbissen des Abends.

Mit einem Werk, das am Übergang vom Barock zur frühen Klassik steht, dem Quartett D-Dur von Johann Christian Bach, endete das Konzert. Hier dominierten beschwingte Melodien und effektvolles Konzertieren einer Musik, die nach damaligen Vorstellungen weniger durch regelgerechte Kunstfertigkeit als durch klangliche Schönheit die Hörer unmittelbar ansprechen sollte. Das tut sie auch heute noch.

Anhaltender Applaus zeigte, dass die ungewöhnlichen Klänge und die selten gehörten Werke auch bei den Zuhörern auf Begeisterung stießen. Mit einer Zugabe endete ein außergewöhnlicher Konzertabend.

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Leserbrief in der NNP vom 06.11.2007

Moderne Interpretation von „Effi Briest
Zu „Eine gewöhnungsbedürftige "Effi Briest" vom 30. Oktober:

In der Theaterkritik zur „Effi Briest“-Aufführung in der Stadthalle macht die Verfasserin ihren Standpunkt deutlich: Offenbar hat ihr die Inszenierung weniger zugesagt; die Bühnengestaltung und Kostümierung sei „nicht so recht passend“ zum Roman Fontanes gewesen. Vor allem „die Baronin im Mini“ habe durch eine der Vorlage nicht angemessene Kleiderwahl beeindruckt. Ohne Zweifel ist, dass der Zuschauer wohl mit einer moderneren Interpretation des Stoffs zu tun hatte – aber warum sollte das denn so verwerflich sein? Steht das Schicksal der Effi Briest doch vielmehr exemplarisch für das Scheitern einer jungen Frau an den engen Normen und Werte-Vorstellungen der Gesellschaft. Insofern sollte das Stück eben gerade einen Gedankenanstoß zu möglichen Aktualitäts-Bezügen geben: Wie sieht es denn heute mit der Rolle der Frau, mit dem Widerspruch zwischen Natürlichkeit und Gesellschaft aus? Es wäre kurzsichtig, zu glauben, dass sich diese Problematik nur auf die preußische Gesellschaft des 19.Jahrhunderts und ihren unmittelbaren Kontext beschränken ließe (vermutlich hätte sich Fontane sogar dagegen gesträubt). Theater darf und soll nicht nur unterhaltsam, kalkulierbar, deckungsgleich mit der Vorlage, sondern auch kritisch sein – auch wenn es unbequeme Fragen zu unserer Zeit aufwirft. Das macht gerade seinen Reiz aus. Im Übrigen war es erfrischend, eine Vorstellung im Rahmen der Theaterabende der Limburger Kulturvereinigung zu besuchen, die mal wieder 1. gut besucht war und 2. dessen Publikum sich zu großen Teilen aus interessierten Jugendlichen und Schülern zusammensetzte. „Effi Briest“ steht nämlich auch im Lehrplan und ist sozusagen „Pflicht“ für das Landesabitur.

Viktoria Walter
Schülerin der Jahrgangsstufe 13
Marienschule

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Rhein-Lahn-Zeitung

Rhein-Lahn-Zeitung vom 09.10.2007

Komödie begeisterte
"Feuerzangenbowle" stand Film in nichts nach

Von Sigrid Baumann
LIMBURG. "Da stelle mir uns mal ganz dumm." Dieses Zitat aus der "Feuerzangenbowle" von Heinrich Spoerl ist wohl jedem bekannt, und auch die Besucher des Theaterabends der Limburger Kulturvereinigung begannen, spontan zu schmunzeln. Unvergessen der Film mit Heinz Rühmann als Johannes Pfeiffer - mit drei F versteht sich, eins vor dem ei und zwei dahinter.

Auch die Aufführung der Komödie in Limburg erfüllte die Erwartungen des Publikums voll und ganz. Die professionelle Darbietung der Akteure begeisterte, und spontaner Zwischenapplaus bewies, dass sich die Darstellung keineswegs hinter dem berühmten Film verstecken musste.

Der gefeierte Schriftsteller Dr. Johannes Pfeiffer (Philipp Sebastian), der fernab von jeglicher Klassengemeinschaft von einem Hauslehrer unterrichtet wurde, sehnte sich nach einer schönen Schulzeit. Damit begann die legendäre Verwandlung des Dr. Pfeiffer in den Abiturienten Hans Pfeiffer. Zur Freude seiner Mitschüler (und natürlich des Publikums) und zum Entsetzen seiner Lehrer setzte Pfeiffer seine Intelligenz zum Aushecken toller Streiche ein.

Die Rollen der skurrilen Bande - angefangen vom Klassenbesten und Prügelknaben Luck bis hin zum Anführer Knebel - waren bis ins Kleinste ausgearbeitet. Und die Lehrer wie der gestikulierende Schnauz (Michael Gabel) und der kölsche Jung Bömmel (Anton Schieffer) mit seiner Dampfmaschine waren so ausgefeilt typisiert, dass es eine wahre Wonne war, ihrer brillanten Darstellung zu folgen. Besonders gut gelang die Szene mit der alkoholischen Gärung und ihrer Wirkung, nachdem jeder nur einen "wänzigen Schlock" genommen hatte. Das Publikum dankte mit tosendem Applaus und konnte selbst beim Verlassen der Stadthalle das Schmunzeln noch nicht ablegen.

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Rhein-Lahn-Zeitung

Rhein-Lahn-Zeitung vom 20.09.2007

Konzert mit furiosem Finale
Göttinger Sinfonieorchester eröffnete Reihe der Meister - Viel Frühlingshaftes im Spätsommer

Zur Großansicht bitte auf das Bild klicken!
(Foto mit freundlicher Genehmigung von Ulrike Neu)

Bitte Klicken zur Großansicht Von Ulrike Neu
Gutes können auch Freunde der klassischen Musik in schöner Regelmäßigkeit genießen. Die Auftritte des Göttinger Sinfonieorchesters zählen zweifelsohne zu jenen Genüssen, deren Wiederkehr für freudige Mienen sorgt. Auch bei den Limburger Meisterkonzerten. LIMBURG. Ein Auftakt nach Maß gelang dem Veranstalter für die neue Saison der Meisterkonzerte. Wie auch im vergangenen Jahr eröffnete die beliebte Konzertreihe das Göttinger Sinfonieorchester, das als gern gesehener und zuverlässiger Gast schon beinahe zum Haus- und Hoforchester der Limburger Kulturvereinigung avanciert.

Die Schirmherrschaft der Meisterkonzerte hat diesmal der bekannte Limburger Chorleiter Jürgen Fassbender übernommen. Nach einigen Dankesworten vom Vorsitzenden der Kulturvereinigung, Peter Schreiber, an Stadt und Sponsoren, wies Fassbender auf das reichhaltige Limburger Musikleben hin, das durch neue Ideen und Veranstaltungen immer mehr Facetten gewinnen würde. "Keine CD kann das Gefühl eines Live-Konzerts ersetzen", erklärte Fassbender und gab die Bühne frei für den Dirigenten Christoph Müller, der seine Göttinger mit großer Leidenschaft, aber auch verschmitzten Blicken durch den Abend leitete.

Joseph Joachims Ouvertüre zu "Hamlet" hatte das Orchester als Eröffnung gewählt, ein Werk, das zwar nicht allzu bekannt geworden, durch seine Geschichte aber mit Göttingen verbunden ist. 1853 komponierte Joachim das Werk, genau in dem Jahr, in dem er in Göttingen mit Johannes Brahms zusammentraf - und obendrein feiert man in diesem Jahr Joachims 100. Todestag. Mit großer Kraft ging man an die Sache und betonte vor allem die Entschlossenheit und Dramatik, die durch intensive dynamische Steigerungen betont wurden. Noch nicht ganz abgerundet schien hier der Gesamtklang, doch Bläser und Streicher verschmolzen spätestens in Robert Schumanns erster Sinfonie in B-Dur zu einem homogenen Timbre.

Den Beinamen "Frühlingssinfonie" bekam das gewaltige Werk, das durch seinen freudigen Enthusiasmus natürlich auch im Herbst zu einem Hörgenuss werden kann. Große Begeisterung zeigten die Musikerinnen und Musiker für diese jubelnde Sinfonie Schumanns und fassten ihre Spielfreude vor allem im letzten Finale noch einmal furios zusammen.

Nach der Pause verlangte Johannes Brahms' erstes Klavierkonzert mit seinem düster schmerzlichen Grundton noch einmal eine Menge an Kraft und Eindringlichkeit. Einen wohlgeformten, routinierten Weg bereiteten die Musiker hierbei der Solistin Esther Walker, die sich als außerordentliche Brahms-Interpretin vorstellte. Nach der groß angelegten Orchestereinleitung erstürmte sie die Tasten, umschlang förmlich die Motive und Melodien durch ihr musikalisches Spiel mit Innigkeit und einem Gefühl für Dramatik. Und nicht zuletzt gab ihr das umsichtig aufspielende Orchester viel Raum zu einer außerordentlich virtuosen Gestaltung. Viel Beifall!

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Die Nassauische Neue Presse

NNP Printausgabe vom 20.09.2007
Mit spielerischer Leichtigkeit

Von Claudia Arthen
Limburg. „Endlich ist es wieder so weit!“ Peter Schreiber, Vorsitzender der Limburger Kulturvereinigung, sprach aus, was viele im Publikum dachten. Endlich ist wieder Meisterkonzert-Zeit und damit Gelegenheit, „große Werke der Musikgeschichte, live und in herausragenden Interpretationen bedeutender Künstler“ zu hören. So formulierte es Jürgen Faßbender, national und international gefeierter Limburger Chorleiter, der die Schirmherrschaft für die sechs Meisterkonzerte dieser Saison übernommen hat. Das bedeute ihm Freude und Ehre, sagte Faßbender, der bekannte, als Redner ein wenig Lampenfieber zu verspüren.

Normalerweise steht Faßbender als Dirigent auf der Bühne der Stadthalle – so wie beim Meisterkonzerte-Auftakt Christoph Mueller mit dem Göttinger Symphonieorchester, der Werke von Joseph Joachim und Robert Schumann mit nach Limburg gebracht hatte. Im Mittelpunkt standen aber das Klavierkonzert Nr. 1 d-Moll von Johannes Brahms und die Pianistin Esther Walker.

Die hohen technischen Anforderungen des Soloparts bewältigte die in Zürich geborene Walker mit scheinbar spielerischer Leichtigkeit. Wie sie die Oktav-Triller aus dem Handgelenk schüttelte, war bemerkenswert. Zeichnete sich schon der erste Satz durch ein übereinstimmendes Musizieren von Solist und Orchester aus, begeisterte das Adagio in seiner Perfektion des blinden Verständnisses. Mueller nahm das Orchester sehr zurück und reagierte damit auf die stark verinnerlichte Spielweise von Walker. Schlichtweg phänomenal war die Art, wie Walker die Nebenstimmen kontrapunktisch herausarbeitete. Die so erzeugte Spannung löste sich im abschließenden Satz, in dem Solistin und Orchester befreit aufspielten und einen grandiosen Schlusspunkt setzten. Schade, dass die Pianistin nicht zu einer Zugabe zu bewegen war.

Dafür hatte das Publikum ausreichend Gelegenheit, dem Göttinger Orchester zu lauschen. Klug setzte Mueller dem Brahms’schen Klavierkonzert zwei Kompositionen von Joseph Joachim und Robert Schumann voran, standen sich doch alle drei Komponisten sehr nahe. Im Falle der „Hamlet“-Ouvertüre von Joachim existiert sogar eine Übertragung auf das Klavier durch Brahms. In Limburg erklang jedoch die Orchesterfassung zu dem Shakespeare-Drama, und mit ein bisschen Fantasie sahen die Zuschauer den Titelhelden, der sich in Liebe zu Ophelia verzehrt, plastisch vor sich.

Dieser Konzert-Rarität folgte Schumanns 1. Symphonie in B-Dur, die berühmte Frühlingssymphonie. Ein mitreißendes Werk, dass die Musiker mit einem Engagement spielten, als stünde Schumann selbst am Dirigentenpult: frisch und agogisch flexibel, atemberaubend dramatisch und logisch-schlüssige Übergänge schaffend. Am Ende war sogar trotz des herbstlichen Wetters eine gewisse Frühlingsfreudigkeit, ein überschwengliches Aufjauchzen zu verspüren.

NNP-Redakteurin Claudia Arthen sprach in der Konzertpause mit Peter Schreiber, Vorsitzender der Limburger Kulturvereinigung, über sein erstes Meisterkonzert-Erlebnis und das Besondere an der Konzertreihe. Das Gespräch ist auf der Internetseite der NNP als Audiobeitrag unter folgender Adresse abrufbar:

NNP-Podcast
www.nnp.de/podcast

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Die Nassauische Neue Presse

NNP Printausgabe vom 02.05.2007

Theater in der Stadthalle
Das war wirklich "nustig"

Von Edith Egger-Mertin
Limburg. Die „Pension Schöller“ auf der Bühne der Stadthalle, das war am Montagabend ein Riesenspaß! Einfach hinreißend! Oder wie Eugen Schöller – „Schönner mit N wie Nudwig“ – sagen würde: Es war nustig. Der Gute (gespielt von Winfried Glatzeder) kann nämlich kein „L“ aussprechen und sagt statt dessen immer „N“. Er will Schauspieler werden und deklamiert gern und oft aus den Klassikern, aus Schinners „Winhenm Tenn“, aus Shakespeares „Othenno“ oder: „Es war die Nachtigann und nicht die Nerche“, aus „Romeo und Julia“.

Mit der Verpflichtung der „Komödie am Kurfürstendamm“ zum Abschluss der Theatersaison hat die Kulturvereinigung wieder einen exzellenten Griff getan. Der Schwank von Carl Laufs und Wilhelm Jacoby wurde bereits vor gut 100 Jahren uraufgeführt und ist eigentlich ziemlich verstaubt und politisch unkorrekt – darf man über Verrückte lachen? Aber nein! – dabei aber bei allen Kalauern und Klischees so komisch und unterhaltend, dass die Aufführung von der ersten Minute an herzlich belacht und beklatscht wurde und wie im Fluge verging.

Das lag in allererster Linie an den erstklassigen, erfahrenen Schauspielern, alle bestens bekannt aus dem Fernsehen, einer wie der andere gut aufgelegt. Sie spielten mit Tempo und Witz und setzten ihre Pointen punktgenau. Dabei ist ein Großteil des neunköpfigen Ensembles bereits im Rentenalter. Über Herbert Köfer in der Rolle des Chefs der „Pension Schöller“ heißt es zum Beispiel im Programmheft: Er stand 1940 zum ersten Mal als preußischer Kronprinz auf der Bühne. Dann muss er doch mindestens 80 sein? Was für eine Energie! Was für ein Temperament!

Zum Inhalt: Der reiche Klapproth (Achim Wolff) besucht Berlin und wünscht sich von seinem Neffen (Oliver Betke) etwas Besonderes, nämlich den Besuch einer Irrenanstalt, vor allem, weil er zu Hause in der Provinz dem Apotheker damit imponieren will. Der Neffe und Schöllers Tochter Franziska (Victoria Sturm) machen ihm weis, die gutbürgerliche Pension Schöller sei eine Nervenanstalt und ihre Gäste seien Patienten. Im eleganten Jugendstilambiente der Pension trifft Klapproth nacheinander auf die exzentrischen Gäste mit ihren Macken und Marotten: den zackigen Major a.D Mühlen (Alfred Müller), die sentimentale Schriftstellerin Josephine Zillerthal (Renate Geißler), den Löwenjäger Bernhardy (Anton Rattinger) und den Schöller-Neffen mit dem Sprachfehler. Klapproth interpretiert alle ihre Eigenheiten als Verrücktsein, er amüsiert sich köstlich, fürchtet sich auch ein bisschen und fährt schließlich zufrieden zurück in die Provinz.

Zu seinem und seiner Schwester (Madeleine Lierck-Wien) Entsetzen besuchen die „Verrückten“ ihn dort aber alle miteinander: Der Major fordert Genugtuung, die Schriftstellerin braucht Informationen für ihren nächsten Roman, der Löwenjäger will ihn mit auf Reisen nehmen, der Chef der Pension möchte ihn mit seiner Tochter verheiraten. Und der Neffe „Schönner“ deklamiert aus „Hamnet“: „Oh, schmönze doch dies annzu feste Fneisch.“ Herrlich.






Rhein-Lahn-Zeitung

Rhein-Lahn-Zeitung vom 19.04.2007

Stars auf Stippvisite im Wohnzimmer
Prégardien und Kleiter sangen in Limburg

LIMBURG. An einem hochsommerwarmen Frühlingsabend im April, der von den Temperaturen her italienischer nicht hätte sein können, hat die Limburger Kulturvereinigung mit dem Italienischen Liederbuch von Hugo Wolf und den aus der Domstadt stammenden Starinterpreten Christoph Prégardien und Julia Kleiter ein Meisterkonzert geboten, das diesen Namen zurecht verdient. Limburg hatte dies geahnt, erwartet, erhofft. Die Stars daheim, zum Greifen nah: Karawanen strebten der Josef-Kohlmeier-Halle zu, um dem großen Sohn der Stadt, dem Tenor Prégardien, und seiner Nichte, der Sopranistin Kleiter, zwei Stunden lang zu lauschen und zuletzt, mit nicht enden wollendem Applaus, zu huldigen.

Auch für die beiden Interpreten des von Paul Heyse übersetzten und von Hugo Wolf 1892 und 1896 unnachahmlich kunstvoll vertonten Italienischen Liederbuchs war es allem Anschein nach eher ein Hereinschauen in das Wohnzimmer Stadthalle denn ein Auftritt: Man war sich nah. "Ein Ständchen Euch zu bringen kam ich her... Ihr habt ein schönes Töchterlein", eröffnete Prégardien den Wechselgesang, der um die Liebe kreist. Und das schöne Töchterlein in seiner roten Robe nahm den Faden spielend auf. Es schmollte, jauchzte, zürnte - ganz wie der Sangespartner und das musikalische "Drehbuch" es verlangten. Wolfs 46 Liederspiel-Bilder um Sehnsucht, leidenschaftliche Liebe, verletzten Stolz, Spott, Bosheit und Vergänglichkeit sind ein Paradebeispiel dafür, welche Faszination vom Medium Musik ausgehen kann. Wenn dann die Stimmen geben, was ihr Ruf verspricht, steht dem exquisiten Klangerleben nichts im Wege. Julia Kleiters eleganter, lupenreiner Sopran wird die anmutige junge Frau, die sich als Opernsängerin bereits einen Namen gemacht hat, die Karriereleiter unaufhaltsam weiter erklimmen lassen. Prégardien ist ohnehin eine Klasse für sich. Die Musik folgt ihm, dem lyrischen Tenor, spielerisch und leicht, wie es den Anschein hat, nicht umgekehrt.

Pianist Hilko Dumno wird es hoffentlich nachsehen, dass er bei so viel angebrachtem Lob für ein heimisches Familienunternehmen ein wenig zu kurz gekommen ist. Dem Spezialisten für Liedbegleitung sei versichert, dass er seiner Aufgabe in brillanter und angemessener Manier nachgekommen ist. Die Bitten um Zugaben schlossen sein Können unbedingt mit ein; mit Schuberts "Liebe ist ein süßes Licht" und den Schumann-Liedern "Unterm Fenster" und "In der Nacht" gab es für das Publikum "endlich das erwartete Duett" (Prégardien).(ls)






Die Nassauische Neue Presse

NNP vom 18.04.2007

Im Bann der wunderschönen Stimmen

Von Anneke Jung
Limburg. „…es liegt darin ein wenig Klang, ein wenig Wohllaut und Gesang und eine ganze Seele“. Das ist zwar nicht von Paul Heyse, dem Dichter des „Italienischen Liederbuches“ sondern von Marie von Ebner-Eschenbach. Dennoch charakterisiert die Zeile die Wirkung der Musik, die im Mittelpunkt des letzten Meisterkonzerts am Montagabend stand. Den drei Künstlern hätte man noch stundenlang zuhören können. Julia Kleiter (Sopran), Christoph Prégardien (Tenor) und Hilko Dumno (Klavier) verstanden es meisterhaft, die Seele der Lieder zum Klingen zu bringen und damit die Zuhörer auf besondere Weise anzurühren. Einen schöneren Abschluss der Konzertsaison hätte man sich kaum vorstellen können.

Hugo Wolf hat die Liedersammlung Ende des 19. Jahrhunderts komponiert. 46 Preziosen, in denen sich auf kleinstem Raum ein Mikrokosmos der Emotionen entfaltet, gehören dazu. Als Erstes entstand 1890 „Mir ward gesagt, du reisest in die Ferne“. 1896 schloss er die Sammlung mit „Was für ein Lied soll Dir gesungen werden“.

Alle Aspekte von Liebesleid und Liebesfreud sind darin widergespiegelt. Da findet sich die Sehnsucht und Leidenschaft der ersten Verliebtheit genauso wie Zorn, Spott, rasende Eifersucht und schließlich der Wunsch nach ewiger Verbundenheit mit dem geliebten Menschen. Dies alles wird höchst subtil durch das perfekte Zusammenwirken von Singstimme und Klavierbegleitung ausgedrückt. Wolf scheint hier alle musikalischen Mittel, seien des harmonische oder melodische, die Wahl von Tonarten, rhythmische Gestaltung der Klavierstimme, kontrapunktisches Vernetzen der Stimmen genutzt zu haben, um größtmögliche Wirkung zu erzielen.

Ein Erlebnis war die Interpretation dieser Komposition durch Julia Kleiter, Christoph Prégardien und Hilko Dumno. Der Zuhörer bekam ein Gesamtkunstwerk präsentiert, bei dem alles stimmte. Die Reihenfolge der Lieder ist den Interpreten freigestellt, ebenso die Zuordnung einiger Stücke zu Frauen- oder Männerstimme. Die drei Musiker hatten eine wirkungsvolle Dramaturgie entwickelt, bei der der Spannungsbogen von der anfänglichen Verliebtheit, dem sich Suchen und Finden, über Streit, Verletzungen und Eifersucht bis zur innigen Eintracht reichte. Viele der Zuhörer in der fast ausverkauften Kohlmaierhalle kennen die beiden Solisten seit vielen Jahren und haben sich – das war vielen Pausenkommentaren zu entnehmen – Gedanken gemacht, wie wohl Nichte und Onkel auf der Bühne als Liebespaar wirken. Aber schon nach wenigen Momenten hatte man das völlig vergessen dank der Professionalität auch in der schauspielerischen Leistung. Da wurde mit Mimik und Gestik opulent, aber höchst geschmackvoll das musikalische Geschehen bereichert, so dass man sich fast wie im Theater fühlte.

Die Krönung aber war natürlich die Musik. Vom ersten Ton an wurde man völlig in den Bann dieser wunderschönen Stimmen gezogen. Julia Kleiter, noch ganz am Beginn einer sicher großen Karriere, hat bereits jetzt einiges mit Christoph Prégardien, der ja gewissermaßen im Zenit seines Schaffens steht, gemeinsam: Beide sind von der Natur mit einer großartigen Stimme beschenkt worden, und bei beiden kommt dazu eine grundsolide, bis ins kleinste ausgefeilte Gesangstechnik.

Das Ergebnis sind Stimmen, die ihresgleichen suchen. Bei der Sopranistin entfaltet sich ein kraftvolles, klares und doch bis in die Höhen bewegliches Organ, das bei aller Jugendfrische Tiefgang besitzt. Da darf man in der Zukunft wohl noch auf einiges gefasst sein. Prégardiens Tenor ist die perfekte Lied-Stimme: in allen Lagen gleichmäßig warm und wohlklingend mit einem Höchstmaß an Ausdrucksfähigkeit. Er ist ein begnadeter musikalischer Erzähler.

Offensichtlich sind die beiden, die mit sichtbarem Vergnügen bei der Sache waren, auch ein gutes Team. Stimmlich passen sie hervorragend zusammen und auch im darstellerischen Bereich harmonieren sie ausgezeichnet.

Mit Hilko Dumno hatten die beiden einen Klavierbegleiter von großem Format. Ohne sein nuancenreiches und feinnerviges Spiel hätte dem Abend viel gefehlt. Man hörte und sah ihm an, dass er genauso in der Musik und in den Texten lebte, wie die Sänger. Mal mit orchestraler Klangentfaltung, mal filigran, zupackend oder spitzfindig belebte und verstärkte er die Interpretationen der beiden Solisten.

Kaum verwunderlich, dass es bereits zur Pause lang anhaltenden Applaus gab, der am Schluss gar nicht mehr aufhören wollte. Beeindruckend war, dass die drei Musiker nach diesem fulminanten Konzert noch drei Zugaben machten. Danach hatten auch die begeisterten Zuhörer ein Einsehen und entließen die Künstler.






Die Nassauische Neue Presse

NNP vom 22.03.2007

Frau Renzi, das war eindrucksvoll

Von Edith Egger-Mertin
Limburg. Jeder, der die Frauen zurück in Küche und Kinderzimmer zwingen möchte, der sie immer noch und gegen alle Vernunft auf ihre „naturgegebene“ Bestimmung als Hausfrau und Mutter reduzieren will, sollte gezwungen werden, sich einige der Dramen von Henrik Ibsen anzusehen. Schon vor mehr als 100 Jahren hat der norwegische Dramatiker sich schreibend zum Anwalt der Frauenemanzipation gemacht und mit Schärfe die „Versorgungsehe“ angegriffen. Er forderte Bildung, Ausbildung und ökonomische Selbstständigkeit für alle Frauen und entlarvte ihre fehlende eigene Lebensperspektive, ihre abhängige Stellung in der Gesellschaft als Ursache für die vielen unglücklichen, ohne Liebe geschlossenen bürgerlichen Ehen.

Ein parasitäres Frauenleben aus zweiter Hand, das sich über den Ehemann definiert, ist auch Thema seines Schauspiels „Hedda Gabler“, das in gekürzter Fassung am Montagabend in der Josef-Kohlmaier-Halle aufgeführt wurde. Hedda, nicht mehr ganz jung, aus großbürgerlichem Haus, aber arm, hat den Historiker Tesman geheiratet, von dem sie sich eine standesgemäße Lebensführung erhofft. Von der mehrmonatigen Hochzeitsreise kehrt sie gelangweilt und übellaunig zurück. Hier setzt das Stück ein, das die nächsten beiden Tage im Hause Tesman schildert.

Hedda erfährt, dass ihr früherer Verehrer Lövborg dabei ist, Karriere zu machen und ihren Ehemann beruflich zu überflügeln. An seiner Seite steht die unbedeutende, aber unentbehrliche Thea.

Hausfreund Brack taucht auf und benimmt sich zudringlich. Voller Eifersucht und Hass bringt Hedda Lövborg zurück zu Alkohol und Ausschweifung, vernichtet das Manuskript seines neuen Buches, sein „Kind“, und gibt ihm eine Pistole, mit der er sich – halb versehentlich – erschießt.

Thea und Tesman machen sich zusammen an die Arbeit, das Manuskript aus Notizen zu rekonstruieren. Hedda fühlt sich überflüssig, eine trostlose und öde Zukunft an der Seite eines ungeliebten Mannes starrt ihr entgegen. Das Stück endet mit ihrem Selbstmord. Anouschka Renzi war die perfekte Verkörperung der „Hedda Gabler“. So, genau so muss sich Ibsen seine Heldin vorgestellt haben: die elegante Erscheinung; die zwiespältige Natur zwischen kalter, boshafter Berechnung einerseits und Anpassung und Resignation andererseits; die bis in die Fingerspitzen spürbare neurotische Verklemmtheit; die widersprüchliche Körpersprache.

Neben ihr wirkten die drei Männer auf der Bühne – Lorenz Schirren als Tesman, Steffen Laube als Lövborg und Matthias Kiel als Brack – recht austauschbar, jeder hätte jeder sein können.

Myriam Stark trat ein wenig zu schnippisch und zu fordernd in der Rolle der sanften Thea auf. Dienstmädchen Berta, der die Missbilligung für ihre Herrin aus jeder Pore strömte, wurde verkörpert von Ursula B. Kannegießer, die erst im November mit mehreren Rollen in Shakespeares „Wintermärchen“ in Limburg zu sehen war.

Gestrichen hatte Regisseur Paul Bäcker die Rolle der Tante Tesmans, eine eigentlich wichtige Rolle. Die Tante legt nicht nur Heddas Arroganz und Lieblosigkeit bloß, sondern erkennt auch, dass sie schwanger ist. Die Schwangerschaft wiederum ist es, die Heddas Widerwillen und Lebensüberdruss ins Unerträgliche steigert.

Alles in allem: eine erstklassige Aufführung, getragen von der herausragenden Hauptdarstellerin Anouschka Renzi.






Rhein-Lahn-Zeitung

Rhein-Lahn-Zeitung vom 21.03.2007

Drama sehenswert in Szene gesetzt
Ein Theaterabend mit nicht gerade leichter Kost

Von Sigrid Baumann
LIMBURG. Eine nicht gerade leichte Kost wurde den Zuschauern in der Limburger Josef-Kohlmaier-Halle im Rahmen der Theaterabende der Kulturvereinigung geboten. Ewig dem Glück nachjagend, innerlich zerrissen von zwiespältigen Gefühlen, das ist Henrik Ibsens "Hedda Gabler". Vor einer kargen Kulisse mit kalt strahlenden Neonröhren als Bühnenabschluss spielt sich das Drama ab. Dank der guten Schauspieler wird die Aufführung sehr sehenswert. Hedda, dargestellt von Anouschka Renzi, spielt bravourös die Frau ohne Lebensinhalt. Sie möchte dem kleinbürgerlichen Milieu entfliehen, und ihr Drang nach Größe schlägt in Hass und Rache um. Sie zerstört gnadenlos und hysterisch alle Menschen in ihrem Umkreis. Ihre Augen sprechen Bände, wenn sie stumm vor sich hinstarrend die Szene beobachtet, in der die verschiedenen Charaktere hart aufeinander prallen.

Und da ist der skrupellose und gerissene Brack (Matthias Kiel), der als Gegenpol den ganz seiner Wissenschaft verfallenen Tesman (Lorenz Schirren) hat. Dieser ahnt nichts von der inneren Leere seiner Frau in einer Welt ohne Rücksicht und Anteilnahme, an der sie schließlich zerbricht. Das nuancenreiche Spiel wird noch fortgesetzt durch die Figur des Ejlert Lövborg (Steffen Laube), der von Hedda heimlich verehrt und gleichzeitig wegen seiner Lebensuntüchtigkeit von ihr verachtet wird.






Rhein-Lahn-Zeitung

Rhein-Lahn-Zeitung vom 15.03.2007

Taufrische Komposition sorgte für Gesprächsstoff
Münchner Kammerorchester war zu Gast bei den Limburger Meisterkonzerten - Barockmusik und völlig neue Klänge

Dr. Ulrike Neu
LIMBURG. Es war ein Konzert der Gegensätze, das die zahlreichen Besucher der Limburger Meisterkonzerte in der Josef-Kohlmaier-Halle erleben durften. Hochfiligrane Barockmusik des großen Meisters Johann Sebastian Bach wurde durchbrochen von Klängen der neuen Musik eines Anton Webern und Mark Anton Moebius. Letzterer war bei diesem Konzert sogar anwesend, um den Zuhörern einige erklärende Worte zu seiner Komposition zu geben, die erst kurz zuvor in München uraufgeführt wurde. Nicht alle Tage kann ein Konzertpublikum das Beisein eines Komponisten erleben, und so geht dieser Abend sicherlich als ein ganz besonderer in die Geschichte der Limburger Meisterkonzerte ein.

Zuvor war Johann Sebastian Bachs sechstes Brandenburgisches Konzert vom Münchner Kammerorchester zu hören, gespielt in der kleinen Besetzung von zwei Bratschen, drei Celli, Kontrabass und Cembalo. Das Konzert mit der eigentümlichen Instrumentierung verzichtet gänzlich auf alle hohen Stimmen, jedoch nicht auf den typischen Wechsel von Soli- und Tutti-Teilen. Nicht ganz einfach war es für die Besucher, sich in dieses spezifische Timbre gleich zu Beginn des Konzertes einzuhören, und auch die Spieler meisterten nicht alle Stellen des Werkes lupenrein. Ein sehr forciertes Tempo hatte man für den ersten Satz gewählt, der fast ein wenig gehetzt wirkte. Für die Kantilenen des langsamen Mittelteils bereitete der Kontrabass jedoch einen warmen, klangvollen Teppich. Unbeschwerte Heiterkeit und spielerische Gewandtheit machten sich schließlich im abschließenden Allegro breit, bei dem Bratschen und Celli mit virtuosem Figurenwerk brillierten.

Für Bachs Solo-Kantaten "Ich will den Kreuzstab gerne tragen" und "Ich habe genug" konnte das Münchner Kammerorchester den Sänger Konrad Jarnot gewinnen, der mit seinem kräftigen und ausdrucksstarken Bariton neben den vielen Koloraturen der Arien auch die getragenen Töne von Rezitativen und Chorälen überzeugend traf. Ausgewogen und flexibel agierte dazu das gesamte Orchester, verstärkt von einigen Bläsern, darunter einer gefühlvoll aufspielenden Oboe, und mit weit ausladender Gestik geleitet von Christoph Poppen. Der Dirigent des Orchesters war es auch, der Anton Weberns Streichquartett für Streichorchester arrangierte. Als einer ihrer konsequentesten Vertreter trieb Webern die Zwölftontechnik auf die Spitze und entfaltete in seinem Streichquartett einen enormen Reichtum an Ausdrucksschattierungen. Dies umzusetzen gelang auch dem Münchner Kammerorchester, dem durch die Fassung für Orchester auch ein Plus an dynamischer und klanglicher Vielfalt gelang.

Mark Anton Moebius ist ein junger Komponist aus den USA, der in Deutschland lebt und auch dort studierte. Er sucht neue Werke für eine Harmonik, die das Hörbewusstsein für entferntere oberton- und untertonreihige Klanggebilde verfeinern soll. Von ihm zu hören waren an diesem Abend zwei Sätze einer umfangreichen Komposition, die sich mit Teilen der jüdischen Glaubenslehre beschäftigt. Das "Sonnengeflecht" hatte einen kriegerischen Unterton, geprägt von unermüdlichen, kraftvollen Motiven, während das "Herzzentrum" einen schwebenden, meditativen Charakter erhielt und sich nur stellenweise, aber sehr bewusst von der Tonalität wegbewegte. Viel Beifall gab es für diese ungewöhnlichen Werke, die beim Publikum für Gesprächsstoff gesorgt haben.






Die Nassauische Neue Presse

NNP vom 15.03.2007:

Ein großer Konzertabend

Von Thomas Lebeda
Limburg. Am vergangenen Sonntag machte Christoph Poppen auf seiner Abschiedstournee mit dem Münchner Kammerorchester Station in Limburg für ein Meisterkonzert der Kulturvereinigung Limburg. Er hat das Orchester elf Jahre geprägt und ihm ein unverwechselbares Profil gegeben. In seinen hochgelobten Konzertprogrammen kontrastiert zeitgenössische Musik – teilweise in Uraufführungen – mit klassischen Werken, wobei dem Ensemble immer wieder eine aufregende Balance zwischen Traditionspflege und intensivem Engagement für Neue Musik glückt. Davon konnte sich auch das Publikum überzeugen: Johann Sebastian Bach kontra Mark Anton Moebius: Kreuzstab-Kantate gegen Chakra.

Die Münchner präsentierten ein fein ausgewogenes Programm in der Fastenzeit, der Zeit der Besinnung auf das Wesentliche. Die uralte Geschichte von Werden und Vergehen, die Auseinandersetzung des Lebens mit dem Tod und der Erwartung darüber hinaus war der rote Faden eines Programms, das den Bogen von Bachs selten gehörtem 6. Brandenburgischen Konzert bis zum „achromatic point“ des M. A. Moebius schlug mit Zwischenstationen bei Anton Weberns Streichquartett von 1905 und den Bach-schen Solokantaten Nr. 56 und 82.

Und nach den ersten Tönen des Brandenburgischen Konzertes war man sich sicher, dass es ein großer Abend werden würde. Christoph Poppen besetzte das letzte der berühmten Konzerte solistisch mit Kelvin Hawthorne und Aidan Pendleton, zwei außergewöhnliche Violisten, und mit Peter Bachmann, einen ebenso herausragenden Solocellisten. Im kongenialen Zusammenspiel mit ihren Kollegen verhalfen sie dem spröden Konzert zu einem glänzenden Auftritt voll virtuosem Esprit.

Danach kam der Moment, wo das Limburger Publikum einen leibhaftigen Komponisten auf der Bühne erlebte, was ja nicht allzu oft passiert. Mark Anton Moebius begleitet das Münchner Kammerorchester auf seiner Tournee, weil er etwas tun will, was vielen seiner Kollegen seit fast 100 Jahren zu lästig war: Dem Publikum zu erklären, was es gleich hören wird. Mark Anton Moebius weiß, dass er es mitnehmen muss, dass er nur Erfolg hat, wenn die Menschen seine Musik verstehen. Das macht er ihnen nicht schwer: Er benutzt Floskeln, die Anspielungen an durchaus Bekanntes sind, bewegt sich zwischen Expressionismus und Esoterik, zeigt vielfältige Fantasien in Bezug auf Klangfarben und verschlungene Rhythmen und mixt daraus eine Musik zusammen, die gefällt ohne nur gefällig zu sein.

Zwei populäre Solokantaten von Bach – „Ich will den Kreuzstab tragen“ und „Ich habe genug“ – brachte Christoph Poppen nach Limburg mit und dazu Konrad Jarnod, einen Bariton der Extraklasse, der sich als brillanter Gestalter erwies. Kein Wunder, er hat bei Helmut Rilling und bei Dietrich Fischer-Diskau sein Metier gelernt, bessere Adressen für Bach und Liedgestaltung gibt es nicht.

Zwischen all den Köstlichkeiten versteckte Christoph Poppen noch eine, Anton Weberns einsätziges Streichquartett aus dem Jahre 1905. Webern? O Gott, wie schrecklich! Aber Christoph Poppen machte dem Quartett-Langweiler mit seiner feinsinnigen Orchesterversion Beine und küsste es, wie weiland der Prinz das Dornröschen, wach. Dass man an Webern Spaß haben kann, war sicher nicht nur für den Schreiber eine ganz neue Erfahrung, was auch der Applaus auswies, den das Publikum dem Werk und den Münchnern spendete.

Apropos Applaus: Am Ende dieses großen Konzertabends versuchte keiner, durch beharrliches Klatschen eine Zugabe zu erzwingen, nicht, weil man genug von diesem ausgezeichneten Kammerorchester hatte, sondern, weil man zufrieden war. Poppen und „sein“ Orchester werden verstanden haben.






Rhein-Lahn-Zeitung

Rhein-Lahn-Zeitung vom 28.02.2007

Theaterstück wirbt für mehr Toleranz
Publikum erlebt eine "Schöne Überraschung"

Sigrid Baumann
LIMBURG. Mit der musikalischen Komödie "Schöne Überraschung" aus der Feder von Francis C. Winter erlebt das Publikum in der Josef-Kohlmaier-Halle zwei Stunden lang einen unterhaltsamen und zugleich nachdenklichen Abend. Francis C. Winter, der sogar die Hauptrolle übernimmt, bietet den Zuschauern mit seinem Erstlingswerk ein Stück über Toleranz und das Erwachsenwerden. Mit viel Witz und einer gewissen Leichtigkeit wird Moral leichtfüßig und nicht mit erhobenem Zeigefinger gefordert.

Zum Inhalt: Norma (Susanne Seidler) und George Kline (Jürgen Zartmann) erwarten ihre Tochter Susan (Sabine Urban), die eine Überraschung angekündigt hat. Diese entpuppt sich als ihr farbiger Freund Peter (Francis C. Winter), den sie heimlich geheiratet hat. Nicht nur die Eltern sind entsetzt, sondern auch Peters Mutter Gloria (Elaine Thomas). Allein die Hausangestellte Juanita bringt singend und hüfteschwenkend Leben in das Chaos. Ein musikalischer Glanzpunkt, denn sie wird von der gefeierten Gospelsängerin Joanne Bell dargestellt. Ihr ebenbürtig ist Elaine Thomas mit ihrer ausgeprägten Gospelstimme.

Das Publikum genießt sichtlich die in das Stück eingefügten Songs - sei es das traditionelle Spiritual "Oh happy day", "Let's do it" von Cole Porter oder ein rasantes Duett, das den Hausherrn aus seiner Reserve lockt. Geschickt eingefügt, unterstreichen die Songs die Gefühlstimmung der Akteure in pointierten Passagen.

Eine brillante Aufführung mit durchweg hervorragenden Schauspielern, die sich durch Film und Fernsehen schon einen Ruf erworben haben, begeistert auch in Limburg. Ein weiterer Pluspunkt ist die geschickte Regieführung, die den Pianisten (Thomas Erich Killinger) als Gärtner gelungen einbindet, damit er dann und wann die Schauspieler am Klavier begleiten kann.






Die Nassauische Neue Presse

NNP vom 26.02.2007:

Mitreißende Klänge spiegelten die ganze Vielfalt der Musik

Von Anneke Jung
Limburg. „Europe meets America“, unter diesem Motto stand das Gastspiel der Brass-Formation „Ensemble classique“ im Rahmen der Limburger Meisterkonzerte in der Kohlmaier-Halle. Dass Blechbläser die echten – und im positiven Sinne hemmungslosen – Allrounder unter den Musikern sind, bewies nicht nur dieses Motto sondern auch die Vielfalt der Musik, die die Hörer geboten bekamen. Von Pavanen und Galliarden der Renaissance bis zu fetzigen Jazz-Nummern ging da einfach alles. Zum Einmarsch im wahrsten Sinne des Wortes erklang die Titelmusik von „Hello Dolly“.

Sechs Blechbläser und ein Schlagzeuger von internationalem Format gehören zum Ensemble: Rolf Ihler, Winfried und Werner Roch (Trompeten), Peter Seitz, Gerhard Wolf, Markus Blecher (Posaunen) und Ulrich Heiler (Schlagzeug). Die Sieben haben nicht ausschließlich musikalische Motive für ihr kontinentübergreifendes Tun. Ihr musikalischer Leiter Winfried Roch komponierte die offizielle Friedenshymne der Unesco unter eben dem Titel „Europe meets America“, und so wurde die Gruppe zum Botschafter der Unesco. Wie Posaunist Gerhard Wolf, zugleich charmanter Conférencier der Truppe, erklärte, kommt der Reinerlös einer ihrer CDs direkt internationalen Hilfsprojekten für Kinder zugute.

Nun aber zur Musik. Nach der festlichen Unesco-Hymne begann man gewissermaßen ganz vorn in der Musikgeschichte. Tomaso Albinoni, ein Vertreter des glanzvollen venezianischen Barocks, komponierte das Konzert in C-Dur, das Winfried Roch für das Ensemble einrichtete. Solotrompeter Rolf Ihler war hier, besonders im schnellen Satz, mit virtuosen Tongirlanden gefordert. Auch wenn es bei letzteren gelegentlich noch etwas klemmte, zeigte sich besonders im langsamen Teil zu Beginn bereits die wunderschöne Klangkultur des „Ensemble classique“. Vor allem der samtweiche Posaunensatz kam hier schön zur Geltung. Dies setzte sich fort bei vier polyphonen Tanzsätzen des Engländers Anthony Holborne, Musiker am Hof Elizabeth I:. Da zeigte sich, dass nicht nur der Jazz den Swing gepachtet hat, sondern dass man den bereits in der Renaissance kannte. Besonders schön wurden die unterschiedlichen Charaktere der Stücke deutlich durch die schwungvolle Rhythmisierung des Percussionisten Ulrich Heiler herausgestellt.

Deutlich in die unterhaltende Richtung ging das Potpourri „Ballett Classique“, bei dem Winfried Roch Ballettmusiken von Manuel de Falla und Peter Tschaikowsky zu einem Reigen gefühlvoller Melodien verbunden hat. Auch hier glänzte wieder Rolf Ihler mit spanisch angehauchten Soloeinlagen.

Als besonderen Hörgenuss vor der Pause servierten Bassposaunist Markus Blecher und Soloposaunist Peter Seitz Bearbeitungen zweier Mozartarien. Mit sattem Klang interpretierte Blecher Sarastros „O Isis und Osiris“ aus der „Zauberflöte“. Peter Seitz glänzte auf der Alt-Posaune höchst virtuos mit der Arie der Königin der Nacht.

Irgendwie hatte man im zweiten Teil des Konzerts den Eindruck, dass die Musiker an der Abteilung „America“ noch ein bisschen mehr Spaß hatten als vorher. Da wurde gejazzt und geswingt, was des Zeug hielt und das auf einem musikalisch erstklassigen Niveau. Duke Ellington, George Gershwin und Leonard Bernstein hatten die Originale zu den effektvollen Arrangements von Soloposaunist Peter Seitz geliefert. Und ob nun Rolf Ihler stilecht und gekonnt den berühmten Trompeter der Ellington-Band, Cootie Williams, auferstehen ließ, ob bekannt Ohrwürmer wie „I got rythm“ oder „Over the Rainbow“ erklangen, das manchmal etwas schwergängige Limburger Publikum ließ sich gar zu vereinzeltem Pfeifen und Johlen mitreißen. „Und dabei soll man noch stillsitzen“, das war der treffende Kommentar einer Besucherin. Mit einem hinreißend gefühlvoll und mit Temperament interpretierten Medley der bekanntesten Melodien aus „West Side Story“ beendeten die sieben Herren ihr offizielles Programm.

Aber bei solch mitreißenden Klängen kamen die Musiker natürlich ohne Zugaben nicht davon. Rolf Ihler gab noch einmal sein Bestes beim brasilianischen Samba „Tico Tico“ und mit „When the Saints go marching in“ war dann leider endgültig Feierabend.






Rhein-Lahn-Zeitung

Rhein-Lahn-Zeitung vom 27.02.2007

Ein furioses Blechgewitter
Ensemble Classique begeisterte im Rahmen der Limburger Meisterkonzerte

Von Dr. Ulrike Neu
Ensemble ClassiqueLIMBURG. Es war ein furioses Blechgewitter, das im großen Saal der Josef-Kohlmaier-Halle zu hören war. Das Ensemble Classique, bestehend aus drei Trompeten, drei Posaunen und einem Schlagzeug, sorgte im Rahmen des jüngsten Meisterkonzerts bei den Zuhörern für unterhaltsames Vergnügen. Blechbläser genießen unter Musikern einen ganz besonderen Ruf: Man ist kernig, souverän und besitzt vor allem eine gehörige Portion Humor. All dem wurden die sieben Musiker auch in der Domstadt gerecht.

Zu Beginn marschierten die Bläser mit einem swingenden "Hello Dolly" durch den Saal, um ihr Publikum auf eine lockere Art zu begrüßen. Unter dem Motto "Europe meets America" tourt das Ensemble durch Europa und Amerika, gastierte dabei auch bei der UNO und wurde durch sein völkerverständigendes Engagement sogar zum Botschafter der NATO ernannt. Die gleichnamige Hymne wurde vom musikalischen Leiter Winfried Roch komponiert und erklingt in den bekanntesten Metropolen der Welt als Zeichen der deutsch-amerikanischen Verbundenheit sowie der internationalen Völkerverständigung.

Auch beim Limburger Konzert war die Hymne als strahlende Eröffnung zu hören, bevor die Musiker eine musikalische Zeitreise durch Europa unternahmen. Alle Werke arrangierten die Blechbläser selbst. Sie erweckten neben dem barocken Konzert in C-Dur von Tomaso Albinoni auch Klänge des Renaissance-Künstlers Anthony Holborne auf ihre eigene Art zum Leben. Den höfisch-tänzerischen Ton traf das Ensemble dabei außer durch die warm aufspielenden Bläser auch durch die gut gewählten Begleitungen des Schlagzeugers.

Dass sich Blechbläser gerne theatralischen Werken widmen, kann man bei vielen ihrer Konzerte erleben. So durften die Bearbeitungen der Arien "O Isis und Osiris" sowie "Der Hölle Rache" (Königin der Nacht) aus Mozarts Zauberflöte genauso wenig fehlen wie eine Zusammenstellung von Ballettmusiken von Tschaikowsky und Manuel de Falla, bei dem der Solotrompeter auch gleich in ein spanisches Kostüm schlüpfte.

Im zweiten Teil des Konzerts waren ausschließlich jazzige Werke der amerikanischen Komponisten Leonard Bernstein, Duke Ellington und George Gershwin zu hören. Ganz locker und souverän spielten die Bläser auf und ließen neben Melodien aus der West-Side Story auch unvergessliche Evergreens wie "I Got Rhythm" oder "Over the Rainbow" erklingen.






Rhein-Lahn-Zeitung

Rhein-Lahn-Zeitung vom 24.01.2007

Lichter versagten den Dienst
Gute Schauspieler machten die "Revanche" zu einem Erlebnis

Von Sigrid Baumann
LIMBURG. Mit einer kleinen Ladehemmung begann die Aufführung von "Revanche", einem Kriminalstück aus der Feder von Anthony Shaffer, in der Limburger Josef-Kohlmaier-Halle. Spezielle Lichteffekte versagten ihren Dienst, doch sie waren wichtige Aspekte zur Unterstreichung der Handlung. Ort der Handlung war ein Landhaus einer englischen Grafschaft. Dort lebte der Kriminalschriftsteller Andrew Wyke. Er hatte einen schlecht verdienenden Reiseunternehmer eingeladen, der seine Frau heiraten wollte. Was dann kam, irritierte die Zuschauer immer wieder aufs Neue und ließ auch die fantasievollsten Spürnasen auflaufen. Die geschickt inszenierte Handlung wurde zum echten Psycho-Thriller. Selbstgefällig erschien der Kriminalschriftsteller in Person von Jochen Senf, der Fiktion nicht mehr von der Wirklichkeit unterscheiden konnte und alles als ein Spiel ansah und das Verbrechen wie ein Kunstwerk betrachtete. Doch aus dem Spiel sollte bitterer Ernst werden - die rauhe Wirklichkeit holte ihn schließlich ein. Ihm gegenüber agierte Martin Linchow als kleiner Mann, der sich überreden ließ, den Schmuck seiner Geliebten, der Frau seines Peinigers zu stehlen, um ihn dann zu verhökern. Doch das Spiel wurde zu tödlichem Ernst. Er vollzog eine Wandlung vom zu Tode erschreckten und zutiefst gedemütigten Menschen zu einem ebenbürtigen Partner, der sein Gegenüber in der Hand hielt. Die Mixtur von Dramatik, gepaart mit schwarzem Humor, bewegte die Zuschauer bei aller Dramatik doch zu manchem Lacher. So wurde "Revanche" zu einem von guten Schauspielern dargebotenen Erlebnis.






Rhein-Lahn-Zeitung

Rhein-Lahn-Zeitung vom 19.01.2007
Märchen verzaubert die Kinder
"Dornröschen" in der Stadthalle dramaturgisch spannend aufgeführt

Szenenfoto

LIMBURG. Strahlende Kinderaugen warteten in der Josef-Kohlmaier-Halle gespannt auf "Dornröschen", das beliebte Märchen der Gebrüder Grimm, das bereits vor mehr als 100 Jahren von Engelbert Humperdinck zur kindgerechten Oper vertont wurde. Seitdem - so hat es den Anschein - hat nicht nur die Hauptperson, das Dornröschen, 100 Jahre geschlummert, auch das Musikstück blieb weitgehend unbekannt. Die Junge Kammeroper Köln hat sich des spätromantischen Stückes angenommen und in einer dramaturgisch spannenden und mit herrlichen Klangbildern ausgestatteten Version in Limburg aufgeführt.

Dank der gut gestalteten Bühnendekoration konnten die Kleinen schnell erkennen, ob die Handlung im rosenumkränzten Schloss, in der Dornenhecke vor den königlichen Gemächern, im Kabinett der bösen Fee Dämonia oder in der Bibliothek spielte. Zwei gute Feen, Rosa und Morphina, auffallend in rosa und lila Kostümen gekleidet, und die böse Fee Dämonia, in grün gewandet, sorgten für viel Aufregung im Schloss. Die klassische Handlung des Märchens kannten die jungen Besucher auswendig und warteten aufmerksam auf das Erscheinen der Hauptperson, auf Röschen, die Prinzessin des Rosenlandes; von ihr hatte Prinz Reinhold in der Bibliothek in einem alten Buch gelesen. Mit einigen Schwierigkeiten hatte Reinhold den Weg zum Schlossgarten gefunden und bald darauf auch den Weg zum schlafenden Dornröschen: "O welch ein Entzücken, dich zu erblicken", sang er.

Großes Lob gebührt dem aus Bad Schwalbach stammenden jungen Pianisten Stephan Zilias, der die musikalische Leitung der Dornröschenoper innehat. (wr)






Die Nassauische Neue Presse

NNP vom 19.01.2007:

Diese Märchenoper machte große Freude

Szenenfoto mit freundlicher Genehmigung von Gundula StegemannText und Foto von Gundula Stegemann
Limburg. „Es war einmal . . .“ – so fangen die meisten Märchen an, auch das von Dornröschen der Brüder Grimm. Genau diese Geschichte entdeckt Reinhold, als er in einer Bibliothek ein geheimnisvolles Buch findet. Er beginnt, darin zu lesen und er findet die Geschichte so spannend, dass er gar nicht aufhören kann . . .

Musik, Spiel und Fröhlichkeit erlebten die Kinder am Mittwochnachmittag in „Dornröschen“, einer etwas weniger bekannten Märchenoper nach Engelbert Humperdinck. Mit wunderbaren Liedern und einem fröhlich bunten Bühnenbild entführte die Junge Kammeroper Köln die jungen Opernfans in der Josef-Kohlmeier-Halle in die Welt der Märchen, der Feen – und in eine Zeit, als das Wünschen noch geholfen hat.

Und die Kinder waren begeistert. Denn sie durften sogar mitspielen, so zum Beispiel bei der Reise ins Rosenland, einem Spiel á la Reise nach Jerusalem, das König Ringold, der König des Rosenlandes, anlässlich der Tauffeier seiner kleinen Tochter, an seinem Hofe spielen lässt. Und wer gewinnt, dessen Namen sollte das Königskind tragen. Viel Spaß hatten die Kinder, die gemeinsam mit den beiden guten Feen, Rosa und Morphina, um einen Platz auf einem Stuhl spielten.

Wenn da nur nicht diese unangenehme Angelegenheit mit Fee Dämonia gewesen wäre. Sie gilt im Königreich als gemein und ärgert die anderen immer. Deshalb hat König Ringold sozusagen absichtlich vergessen, sie einzuladen, denn wer will schon so eine Spielverderberin bei einer lustigen Feier dabei haben, meint er. Und so beklagt sich Dämonia bei den Kindern im Publikum darüber. Doch als sie merkt, dass auch die Kinder alle eine Einladung bekommen haben, die den Kindern als Programm ausgehändigt worden war, ist sie schier erbost und beschließt, auch auf die Party zu gehen, was im allgemein bekannten Fiasko mit Fluch und Zauber durch Dämonia endet. Als König Ringold alle Spindeln im Rosenland suchen und vernichten lässt, sind auch die Kinder aufgerufen, Spindeln zu suchen und diese abzugeben. Denn plötzlich hieß es in der Stadthalle: Spindelkontrolle! Mit großem Eifer machten sich die Kinder gemeinsam mit den beiden guten Feen ans Werk und wurden fündig: Unter den Sitzen im Zuschauerraum entdeckten sie die gefährlichen Werkzeuge.

Gut angekommen ist die Inszenierung der Märchenoper in der Bearbeitung von Tracy E. Lord. Schöne Dialoge, witzige Kommentare sorgten für Unterhaltung bei Groß und Klein. Als König Ringold sich entsetzt zeigte, ob des hundertjährigen Wartens auf einen Jüngling, der sie erlösen könnte, entgegnet ihm eine der beiden guten Feen, auf den richtigen Mann müsse man manchmal eben lange warten. Faszinierend war insbesondere die Idee, die Rahmenhandlung mit dem lesenden Reinhold in die Gegenwart zu verlegen. Denn diese endete unerwartet mit dem hundertjährigen Schlaf von Dornröschen. Reinhold ist indessen so gefesselt von der Geschichte und so verzückt von dem schönen Königskind, dass er das Märchen so nicht enden lassen will. Also, macht er sich auf den Weg, um als tapferer Prinz Reinhold der Geschichte zu einem guten Ende zu verhelfen.

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